Piercing und Pflegeinformationen von:

Thersienstr. 3, 90762 Fürth, 0911 749050
Ludwigsplatz 1a, 90403 Nürnberg, 0911 2305986
Keizersgracht 558, 1017 EM Amsterdam 020 423 3190
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Information:
Piercings werden gerade in letzter Zeit immer beliebter, was sicherlich auch auf die stets wachsende Professionalität von Piercern, ihren Methoden und Räumlichkeiten zurückzuführen ist. Jedes Piercing kann attraktiv, erotisch und befriedigend sein, vorausgesetzt, es verheilt ohne große Probleme. Dazu gehört nicht nur die fachgerechte Arbeit des Piercers, sondern auch das Verantwortungsbewußtsein des Schmuckträgers.
Man sollte immer berücksichtigen, daß jeder Organismus unterschiedlich auf das Piercing reagiert und somit keine hundertprozentige Garantie für die optimale Heilung des Piercings gegeben werden kann. Der Rat, den wir euch mit dieser Pflegeanweisung geben, beruht auf unserer Erfahrung. Es besteht jedoch die Möglichkeit, daß es andere, vielleicht für euren speziellen Organismus besser geeignete Pflegealternativen gibt.
Grundsätzliches:
Die Heilungszeit eines Piercings ist sehr stark von der jeweiligen Piercingstelle und den körpereigenen Abwehrkräften abhängig. Daher ist esschwierig, allgemeingültige Aussagen über die Dauer der Heilung zu treffen. Einige Leute denken fälschlicherweise, daß sie ihren Schmuck jederzeit problemlos herausnehmen und wieder einsetzen können. Tatsache ist jedoch, daß der Schmuck zumindest während der ersten sechs Monate ständig getragen werden sollte. Ist dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich (z.B. Röntgenaufnahmen, Vorstellungsgespräch etc.), sollte man zumindest bei neuen Piercings einen Nylon, oder Gummifaden in der Länge des Stichkanals als Ersatz verwenden. Um das Wiedereinsetzen des Schmucks zu erleichtern, sollte man diesen mit Bepanthenlösung bestreichen und erst dann einführen. Das Infektionsrisiko beim Piercing ist minimal, wenn steril und sauber gearbeitet und, vor allem, die Pflege danach entsprechend ernstgenommen wird. Unsere Erfahrung zeigt, daß die meisten Probleme auf folgende Faktoren zurückzuführen sind:
Oralkontakt oder Berührung mit schmutzigen Fingern.
Benutzung eines Reinigungsmittels, auf das der Körper negativ reagiert.
Ungenügende, bzw. unsachgemäße Pflege.
Falsche Schmuckgröße oder allergische Reaktion des Körpers af den Schmuck.
Falls diese oder andere Probleme bei euren Piercings auftreten sollten, sind wir gerne bereit, euch weiterzuhelfen. Ruft einfach an oder kommt vorbei. Bedenkt aber bitte, daß wir nur weiterhelfen können, wenn es sich um Dinge handelt, die wir aufgrund unserer Erfahrung beurteilen und eventuell behandeln können. Sollten unsere Ratschläge keine schnelle Besserung hervorrufen, sucht bitte so schnell wie möglich einen Arzt auf. Als kleiner Leitfaden für eigene Beurteilungen gilt:
Juckreiz, Rötungen, Sekretabsonderungen oder eine Vergrößerung des Ein, bzw. Ausstichs deuten auf eine allergische Reaktion hin. Dabei kann sowohl der Schmuck als auch das verwendete Reinigungsmittel der Auslöser sein.
Anzeichen einer Infektion sind Schwellungen, Schmerzen, extreme Rötung und/oder eitrige Absonderungen in großem Maß. Treten eben erwähnte Symptome auf, ist es nicht immer vorteilhaft, den Schmuck einfach zu entfernen, denn bei fortgeschrittenen Entzündungen kann sich die offene Wunde negativer auswirken, als das entzündete Piercing.
Generell gilt: Eine angemessene und konsequente Pflege bestimmt Schnelligkeit und Qualität des Heilungsprozesses. Übertriebene Pflege wirkt sich jedoch negativ auf die Heilung aus.
Abstoßen des Schmucks:
In manchen Fällen können Piercings herauswachsen oder abgestoßen werden. Dies geschieht während des Heilungsprozesses, indem der Schmuck immer weiter vom Körper weggeschoben wird, bis er schließlich keinen Halt mehr findet. Das Herauswachsen ist nicht schmerzhaft; es können jedoch Narben zurückbleiben. Die Hauptursachen dafür sind:
Ist es schmerzhaft?
Ein Piercing kann Schmerzen bereiten, wenn es unprofessionell angebracht wird. Ein professionell angebrachtes Piercing dauert jedoch nur 1-2 Sekunden und der Schmerz ist vergleichbar mit dem einer Blutentnahme. Wir verwenden keine Betäubungsmittel, da dessen Injektion wesentlich schmerzhafter ist, als das eigentliche Anbringen des Schmucks.
Betäubungsspritzen können auch Schaden anrichten:
Die Abheilzeit kann sich verlängern und es können unnötig starke Blutungen auftreten. Nach Abklingen der Betäubung kann es zudem zu starken Schmerzen kommen. Die größte Gefahr bei Betäubungsmitteln sind die allergischen Reaktionen, die bei manchen Menschen auftreten und fatale Folgen haben können. Wenn ein Piercing gestochen wird, gibt der Körper Endorphine aus, die im Zentralen Nervensystem eine stärkere Schmerzakzeptanz hervorrufen (sozusagen ein körpereigenes Betäubungsmittel). 24 Stunden vor und nach dem Piercing sollten keinerlei Drogen, Tabletten oder Alkohol eingenommen werden, da deren Wirkung den Schmerz intensiver erscheinen lassen kann. Unter Alkoholeinfluß besteht die Gefahr einer unnötig starken Blutung.
Wird eine Pistole zum Piercen verwendet?
Pistolen sollten nicht für Piercings verwendet werden, da diese Geräte nicht korrekt sterilisiert werden können und deshalb meist nur mit Alkohol abgesprüht werden. Diese Reinigungsmethode tötet keine HIV, Hepatitis und andere Viren ab.
Wie funktioniert das eigentliche Piercing?
Als erstes werden sämtliche Instrumente sowie der Schmuck in einem Autoclave (Heißdampfsteriliesator) bei 134 Grad und 2,2 bar Druck sterilisiert, damit jede Form von infektiösen Bakterien und Viren abgetötet wird. Abkochen oder Reinigungsalkohol erreicht diesen Sterilitätsgrad nicht. Um eine hundertprozentige Sterilisation der Instrumente zu gewährleisten, wird bei SIN-A-MATIC eine dritte Stufe der Reinigung durchgeführt:
Die Piercingstelle am Körper wird mit einem Hautdesinfektionsmittel gereinigt und danach mit einem speziell antiseptischen Stift markiert. Mit einer PenningtonKlemme wird der markierte Hautbereich zusammengehalten, um das Gewebe sicher und in der optimalen Position halten zu können. Falsche Plazierungen können zu starken Blutungen, Lähmungen sowie Zerstörung der Nerven führen. Das SIN-A-MATIC Team ist jedoch professionell ausgebildet und führt nur hundertprozentig korrekte Plazierungen durch. Nach dem Fixieren der Piercingstelle wird die Nadel durch das Gewebe gestochen (dauert ca. 1,5 - 2 Sekunden) und danach der Schmuck ohne weitere Unannehmlichkeiten eingeführt. Die gepiercte Stelle wird nun mit einer antibakteriellen Lösung bestrichen und mit einer sterilen Kompresse abgedeckt (soweit es die Körperstelle erlaubt).
Warum kann ich nicht gepierced werden?
SIN-A-MATIC nimmt sich das Recht, Piercings abzulehnen. Folgende Punkte sind hierfür ein Grund:
Wird ein neues Piercing meinen gewohnten Tagesablauf beeinflussen?
Nein. Nach dem Stechen kann man seine tägliche Routine wieder aufnehmen. Es sollten jedoch folgende Dinge während der Abheilzeit vermieden werden:
Tätowieren, Leistungssport, Reisen, Schwimmen, Sauna, Solarien sowie Schaumbäder.
Bei Genital oder Oralpiercings kann der gewohnte Tagesablauf etwas beeinträchtigt werden, da während der Abheilzeit oraler oder sexueller Kontakt vermieden werden muß.
Wozu muß ich einen Dienstvertrag unterschreiben?
Der Dienstvertrag ist zunächst einmal eine Einwilligung in die Körperverletzung, mit der uns die Genehmigung erteilt wird, ein Piercing durchzuführen. Desweiteren stellt der Vertrag eine Absicherung für die zu piercende Person dar, und gibt ihr die Sicherheit, alle Hinweise über Pflege, Gefahren und weitere wichtige Informationen erhalten zu haben. Der Vertrag ist für uns eine Absicherung dafür, daß bei möglichen späteren Komplikationen keine finanziellen oder sonstigen Ansprüchen an SIN-A-MATIC gestellt werden können. Dies gilt sowohl für die gepiercte Person, deren Angehörige und Dritte. (Wir haben leider keine Kontrolle darüber, ob die Person nach dem Piercen alle wichtigen Aspekte der Nachpflege und des Umgangs mit einem neuen Piercing befolgt.)
Welchen Schmuck kann ich verwenden?
SIN-A-MATIC setzt auch fremden Schmuck ein, wenn dieser vom Piercer als geeignet erachtet wird. Bei fremdem Schmuck verlängert sich jedoch die Wartezeit, da dieser erst gereinigt und sterilisiert werden muß. Der Piercingschmuck kann aus folgenden Materialien bestehen:
Titan, Niobium, 18k Gold und Platin.
SINAMATIC verfügt über eine große Auswahl an Piercingschmuck, dessen Material, Größe, Stärke und Design vom Piercer mit ausgewählt wird, um einen optimalen Tragekomfort sowie kürzeste Heilungszeiten zu gewährleisten. Nachdem das Piercing abgeheilt ist, besteht die Möglichkeit, auch andere Schmuckdesigns einzusetzen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, daß nur die oben genannten Materialien verwendet werden.
Was mache ich bei einer Infektion?
Bei genauer Durchführung der Pflegeanweisung ist eine Infektion so gut wie ausgeschlossen. Sollte sich die Piercingstelle dennoch entzünden, steht SIN-A-MATIC für jegliche Hilfe bereit. Sollte die Entzündung außerhalb unserer Geschäftszeiten auftreten, ist es jedoch nötig, sofort einen Arzt aufzusuchen.
Warum ist ein Piercing so teuer?
Leider ist in den letzten Jahren die Zahl der unprofessionellen Piercer drastisch gestiegen. Studios, Privatpersonen, Schmuckläden, usw. bieten meist zu Schleuderpreisen angeblich professionelle Piercings an. Leider handelt es sich hierbei um Personen, die mit Bodypiercing eine schnelle Mark verdienen möchten und keine professionelle Ausbildung besitzen, bzw. ihre Kenntnisse auf dubiosen Lehrgängen oder Videos erlernt haben. Die Kunst des Bodypiercings bedarf professioneller Ausbildung und langjähriger Erfahrung. Das wertvollste, das man besitzt, die eigene Gesundheit, sollte man nicht in die Hände respektloser Personen legen. Das SIN-A-MATIC Team ist hundertrozentig professionell ausgebildet und hat bereits ca.10.000 Piercings gesetzt (Stand November 1996). Der Preis für ein Piercing beinhaltet einen hygienisch sauberen Raum, sterile Einwegnadeln, Handschuhe und sterile Instrumente, sowie einen Piercer, der die Kunst beherrscht. Diese Dinge sollten einem Menschen wichtig sein, der sich piercen lassen möchte und die deshalb den Preis rechtfertigen.
Benötige ich einen Termin?
Nein. Da sämtliche Instrumente vorsterilisiert sind, ist eine Terminvereinbarung nicht nötig. Bei weiblichen Genitalpiercings sollte darauf geachtet werden, daß das Einsetzen des Schmucks möglichst auf den 2. Tag nach Beendigung der Monatsregel gelegt wird. Gepierct wird täglich während unserer Öffnungszeiten in unserem Studio:
SIN-A-MATIC - Ludwigsplatz 1a - 90401 Nürnberg - Tel.: 09 11 / 230 5986, Montag bis Freitag von 12:00 - 20:00 Uhr und Samstag von 10:00 - 16:00 Uhr
Bei weiteren Fragen steht unser professionelles Team jederzeit und gerne zur Verfügung.
Abheilungszeit für Piercings:
Augenbraue ca. 6 - 8 Wochen, Vorhaut ca. 6 - 8 Wochen, Ohr ca. 6 - 9 Wochen, Hafada ca. 6 - 8 Wochen, Ohrknorpel ca. 6 - 9 Monate, Prince Albert ca. 4 - 6 Wochen, Nasenflügel ca. 7 - 9 Wochen, Ampallang ca. 3 - 6 Monate, Septum ca. 7 - 9 Wochen , Pubic ca. 6 - 8 Wochen, Lippe ca. 6 - 8 Wochen, Labia ca. 4 - 6 Wochen, Zunge ca. 1 - 2 Wochen, Labia Majora ca. 3 - 6 Monate, Brustwarze ca. 3 - 6 Monate, Klitoris Vorhaut ca. 6 - 8 Wochen, Nabel ca. 6 - 9 Monate
Grundregel 1:
Den Schmuck niemals drehen, solange die Kruste oder Absonderungen nicht entfernt sind.
Grundregel 2:
Kein Besuch von Schwimmbädern, Solarien und Saunas bis zur kompletten Abheilung des Piercings.
Grundregel 3:
Oralen oder sexuellen Kontakt für die ersten Wochen vermeiden.
Pflege:
Die Piercingstelle 2 mal täglich mit warmem Wasser waschen und sämtliche Absonderungen wie Grind, Eiter oder Talgkrusten mit sauberen Händen entfernen. Danach die Stelle mit Kochsalzlösung spülen und den Schmuck ca. 3 bis 5 mal hin und her drehen (ca. 1 Minute lang). Die Piercingstelle mit einem sauberen Papiertuch trockentupfen. Auf beide Enden des Stichkanals ein wenig TeaTreeÖl auftragen und den Ring drehen, damit das Öl auch in das Innere des Stichkanals gelangt. TeaTreeÖl nicht länger als 10 Tage verwenden. Bei Piercings im Genitalbereich 2 mal wöchentlich 5 Minuten lang Kamillesitzbäder durchführen.
Zungen und Lippenpiercings:
2 mal täglich mindestens 1 Minute lang mit Listerine spülen. Nach jeder Einnahme von Speisen, Getränken oder Zigaretten mit Salzwasser mindestens 1 Minute lang spülen (1 Teelöffel Salz auf 1 Tasse Wasser). Bei Lippenpiercings 2 mal täglich die Kruste an der Außenseite entfernen und ein wenig TeaTreeÖl auftragen. TeaTreeÖl nicht länger als 10 Tage verwenden.
Pflegebeschreibung:

1. Die Piercingstelle 2 mal täglich mit warmem Wasser waschen und sämtliche Absonderungen wie Grind-, Eiter- oder Talgkrusten mit sauberen Händen entfernen.

2. Danach die Stelle mit Kochsalzlösung spülen und den Schmuck ca. 3 - 5 mal hin und her drehen ( ca. 1 Minute lang ). Die Piercingstelle mit sauberem Papiertuch trockentupfen.

3. Auf beide Seiten des Stichkanals ein wenig Tea-Tree-Öl auftragen und den Ring drehen, damit das Öl auch in das Innere des Stichkanals gelangt. Tea-Tree-Öl nicht länger als 10 Tage verwenden.
© 1996 SIN-A-MATIC Mike Dupre, Photos: Miriam Davids