Meinen Bauchnabel habe ich durchstechen lassen, als ich 14 Jahre alt war und meine Eltern haben es mir nur widerwillig erlaubt. Da war natürlich klar, dass ich auf weitere Piercings verzichten sollte (zumindest bis ich mein 18. Lebensjahr vollendet hatte). Also konnte ich diesen Geburtstag kaum erwarten...
At A Glance Author anonymous Contact anonymous@bme.anon When Three months ago Artist Sylvia Studio Studio Location Bayern Mit 18 1/2 Jahren war es dann soweit: es überkam mich die Lust und ich wollte und musste ein neues Piercing haben - aber wo? Es sollte eine Stelle sein, die niemandem sofort ins Auge stechen würde, sie sollte also möglichst gut zu verstecken sein. Und welch andere Stelle kann man besser verstecken, als den Intimbereich? Eine Stelle, die nur der eigene Partner zu Gesicht bekommen würde.
Hab mich also im Netz gründlichst darüber informiert, sämtliche Photos angeklickt, die Abheilzeiten und die Pflegehinweise genau durchdacht, das für mich schönste Piercing raus gesucht und habe mich letztendlich für die Klitorisvorhaut entschieden, und zwar horizontal, da ich einen Ring wollte und dadurch eine eventuelle Steigerung meiner sexuellen Lust erwartete.Mein Freund war von der ganzen Sache nicht besonders begeistert, überließ jedoch mir alleine die Entscheidung und 2 Wochen später hatte ich mich dann vollends dafür entschlossen.
Etwas Angst hatte ich aber natürlich doch noch, weil ich vor den Schmerzen große Angst hatte und schon viele Horrorgeschichten darüber gehört hatte. Doch der Drang und die Lust nach einem neuen Piercing war einfach um einiges größer.Ich bin also in ein Studio gegangen, von dem ich bisher nur gutes gehört hatte, und wollte eigentlich einen Termin für die kommende Woche ausmachen, den ich dann aber nicht bekam, denn - ich konnte gleich da bleiben! Was für mich eigentlich ein recht guter Zustand war, da ich dadurch keine allzu große Aufregung produzieren konnte.
Ich hatte auch meinen Freund dabei, von dem ich allerdings nicht wollte, dass er mir beim Stechen zusieht.
Zunächst suchte ich den Ring aus - ein ganz kleiner in weiß-gold, der dann erstmal eine halbe Stunden lang in den Steri gelegt wurde (die längste halbe Stunde meines bisherigen Lebens!) - und dann ging es auch schon bald los. Ich legte mich auf die Liege, die Piercerin wusch sich die Hände, desinfizierte sie und zog anschließen auch noch sterile Handschuhe an, die Stelle wurde desinfiziert (was ganz schön brannte!!!) und dann wurde eine sterile Klammer angesetzt. Stellen, an denen eingestochen werden sollte, wurden dabei aber nicht markiert. Die Möglichkeit einer Betäubung wurde mir auch nicht geboten (sonst hätte ich sie vielleicht angenommen), aber da dachte ich in dem Moment auch selber nicht dran. Die Piercerin forderte mich auf, "Delphin" zu sagen, um ganz ruhig auszuatmen, und während ich dieses Wort sagte, spürte ich auch schon die Nadel. Ich machte keinen Mucks, aber es tat doch ganz schön weh! Aber ich wußte, daß das Einsetzen des Schmucks ja auch noch bevor stand. Ich hielt also ganz fest die Luft an (was eigentlich genau das falsche ist) und wartete auf den großen Schmerz - der dann leider auch kam. Aber im Großen und Ganzen war es auszuhalten und vor allem ließ der Schmerz auch gleich wieder nach.
Ein Paar Sekunden später konnte ich dann aber das fertige "Meisterstück" im Spiegel betrachten und das einzige was ich sagen konnte (was sogar mein Freund im Raum nebenan hörte) war: "Wow!!!". Wirklich, so was tolles, schönes, einzigartiges und wunderbares hatte ich noch nie gesehen!
Dann durfte ich mich anziehen, bekam noch eine Binde wegen der leichten Blutung und ging, mit etwas wackeligen Beinen, aus dem Zimmer hinaus. Mein Freund schloß mich in seine Arme und drückte und küsste mich ganz fest. Das gab mir Kraft. Dann flüsterte er mir ins Ohr: "Ich bin schon so gespannt darauf, es auspacken zu dürfen!"
Ich verließ das Studio natürlich total stolz, hatte aber zunächste noch Angst, mit einer zu schnellen oder falschen Bewegung irgendwas "kaputt" machen zu können. Deshalb sah es vermutlich auch etwas komisch aus, wie ich mich ins Auto setzte und später wieder ausstieg. Doch das Neue zwischen meinen Beinen wurde ich ziemlich schnell gewöhnt.Ich mußte fast 2 Wochen auf Sex verzichten und angschließens mich noch 2 Wochen mit Kondomen vergnügen, aber dafür freuten wir uns ganz besonders auf unser "erstes Mal" mit dem Piercing und dabei hat sich mein Freund auch ganz schnell an meinen neuen Schatz gewöhnt und hat nun auch jedesmal wenn er es sieht das gleiche "Wow"-Erlebnis, wie ich es hatte (und auch immer noch habe)!
Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken, mit weitere Piercings stechen zu lassen. Mein nächstes wird der Tragus sein, aber auch an weitere Intimpiercings denke ich gerne. Vielleicht eins durch die Klitoris oder an die äußeren - oder vielleicht auch inneren - Schamlippen? Ich weiß es noch nicht, aber ich bin mir ganz ganz sicher, dass da unten noch was dazu kommen wird.
Da stellt sich also die Frage, ob ich es wieder tun würde, nicht wirklich...