Nach langen Jahren des Überlegens...
At A Glance
Author Filanike
Contact Filanike@bme.anon
When It just happened
Artist Nick
Studio Tattoo Freshup
Location Basel, Schweiz
Schon seit über 10 Jahren spielte ich mit dem Gedanken, mir einen Price Albert machen zu lassen. Es war dabei eher weniger die Angst davor, die mich davon abhielt, als vielmehr fehlende Gelegenheit und ein mir passender Piercer. Piercingerfahrungen hatte ich auch schon, mit 14 den ersten Ohrring und dann in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen immer ein Ohrring dazu. Das Bodypiercing kam zu der Zeit ja auch erst ganz langsam auf. Irgendwann ließ ich mir dann einen Nostrilstecker machen, den ich nach der Heilzeit durch einen Ring ersetzte.

Ein Augenbrauenpiercing hatte ich auch schon, das heilte aber leider nicht richtig ab, so daß ich es dann nach einiger Zeit aufgegeben habe. Auch mein Versuch mit einem Zungenpiercing war nicht erfolgreich, ich glaube, daß meine Zunge dafür irgendwie nicht geeignet ist, sie ist unten zu kurz, der Stab müsste also recht weit vorne angebracht werden, was dann vermutlich irgendwie störend wirken könnte. Naja, vielleicht doch noch mal irgendwann.

Aber zurück zum Prince Albert. Da wir vor relativ kurzer Zeit in die Schweiz gezogen sind, hieß es erstmal, nach geeigneten Studios Ausschau zu halten. Also im Internet entsprechend auf die Suche gegangen. In einem Prince Albert Forum bekam ich dann ein paar Tipps, wo es in der Nähe gute Studios gibt. Meine erste Wahl fiel auf Nick in Basel. Seine Homepage machte einen guten Eindruck, das Telefongespräch auch, also wurde ein Termin ausgemacht. 2 Wochen hieß es zu warten, bis zum letzten Samstag.

An dem Samstag sind wir dann nach Basel gefahren, zu dem Tattoostudio, wo Nick, wenn er Termine hat, die Piercings setzt. Wir waren etwas zu früh, mussten noch warten. Aufgeregt war ich eigentlich eher kaum, ich hatte in der langen Reifungszeit unzählige Erfahrungsberichte gelesen und wusste, was in etwa auf mich zukommt.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit kam Nick, begrüßte uns und bereitete erstmal seine Sachen vor. Dann kam das Vorgespräch.

Er erklärte ausführlich, wie die Prozedur von statten gehen wird, daß er mit Betäubung arbeitet und wielange die Abheilzeit in etwa dauern wird. Nick meinte auch, daß man es mit der Nachsorge nicht übertreiben solle, es ist schließlich "nur" eine Wunde und zuviel rumgemache verzögert nur den Heilungsprozess. Durch den Urin wird die Stelle ohnehin regelmäßig desinfiziert, viel mehr sei nicht notwendig. Kamillosanbad wäre noch gut, ansonsten normales duschen und säubern wie bisher auch.

Dann ging es um den Erstring. Ich wollte auf jeden Fall einen kompletten Ring mit Kugel haben. Der Anfangsdurchmesser beträgt 3mm. Ist laut Nick wesentlich angenehmer zu tragen, als dünnere Ringe, durch die Betäubung macht ein größerer Durchmesser beim Stechen sowieso keinen Unterschied. Das kam mir auch sehr entgegenkam, denn das Dehnen des PA ist quasi fest eingeplant.

Jetzt hieß es, ausziehen und auf der Liege platz nehmen.

Die Eichel wurde desinfiziert, dazu noch ein in entsprechendes Mittel getauchtes Wattestäbchen ein Stück in die Harnröhre geschoben. Nun kam die Betäubungsspritze (Nick ist Arzt). Die war ein wenig unangenehm, aber nur sehr kurz. Kleinen Moment warten, dann die Pieksprobe, ob ich da noch was spüre. Jetzt kam das eigentliche Piercen. Schön langsam, damit es auch wirklich an der richtigen Stelle sitzt, schob Nick die Kanüle durch. Es war nichts zu spüren (ein großer Vorteil einer richtigen Betäbung, der Piercer braucht auf keine Schmerzen rücksicht nehmen und kann daher wesentlich genauer arbeiten). Nadel durch, Ring ansetzen, weiterschieben und drin. Dann noch die Kugel reinklemmen und fertig war der Prince Albert. War schon ein geiles Gefühl, es nun endlich vollbracht zu haben. Solange gezögert und dann ging es so problemlos und schnell. Bei der ganzen Prozedur kam kein Tropfen Blut. Noch den Schniedel einpacken, falls später Blut tropft, das war es.

Es kam dann noch ein weiteres Piercing, aber das kommt vielleicht in einer anderen Story.

Später hat es dann doch noch etwas geblutet, aber kaum der Rede wert, habe es immer sorgfältig abgewaschen. Das Pinkeln war die ersten 2 Tage etwas unangenehm, es gab so ein Ziehen, aber nicht schlimm. Zum Glück schlafe ich nicht auf dem Bauch, das hätte etwas unangenehm sein können. Bisher läuft aber sonst alles, wie es sein soll. Ich mache zweimal am Tag ein kleines Kamillosanbad, bewege den Ring auch, aber nicht zu oft, damit es nicht unnötig gereizt wird. Ich kann auch nur dazu raten, den Schniedel in der Zeit nicht zu sehr einzupacken. Also ich würde auf jeden Fall zu Boxershorts raten und keine engen Hosen anziehen. Am besten wäre es vermutlich ganz ohne, aber das geht ja höchstens zuhause *g*. Die Erektionen habe ich auch so halbwegs unter Kontrolle, so daß ich hoffe, daß die Heilungszeit schnell vorbei geht, damit mein bestes Stück wieder einsatzbereit ist :)

Ich kann den PA nur empfehlen, man muß nicht solange damit warten, wie ich ^^ Und wer in der Baseler Gegend wohnt, dem kann ich Nick nur empfehlen!

Gruß an alle PA-Träger und die, die es werden wollen.


Disclaimer: The experience above was submitted by a BME reader and has not
been edited. We can not guarantee that the experience is accurate, truthful,
or contains valid or even safe advice. We strongly urge you to use BME and
other resources to educate yourself so you can make safe informed decisions.


Return to Male Genital / PA