Mitte des Jahres 2003 habe ich mir in einem Piercing – Studio mein Frenulum ( Vorhautbändchen ), ohne jegliche Betäubung, stechen lassen und trage einen ca. 2mm / 10 mm Titanring mit Klemmkugel.
At A Glance Author Anonym When It just happened Artist Facharzt Location Deutschland Seit ca. 6 – 8 Wochen habe ich mich intensiv mit einem Prinz – Albert – Piercing beschäftigt, wobei ich möglichst viele Informationen aus dem Internet zusammengetragen habe.
Der Wunsch nach einem Prinz – Albert – Piercing ist für mich in seinem unvergleichbaren Reiz, seiner anregenden Optik und einer gewissen „männlichen" Symbolik begründet.
Zitat:
Prinz – Albert – Ring ! Das männliche Königspiercing! Unübertroffengeil, archaisch und wild. Etwas für echte Männer, die überaus belohnt werden.
Ich bin heterosexuell, verheiratet und habe zwei Kinder, so dass der Wunsch und die Realisierung eines Prinz – Albert – Piercing nicht der Zugehörigkeit oder einer Sympathie zu einer Szene entspringt.
Vielmehr spielen hier auch eigene sexuelle Vorstellungen und Gefühle, als auch die Tatsache einer mechanischen Stimulierung bei mir und meiner Frau beim Geschlechtsverkehr, eine wesentliche Rolle. Nicht zuletzt aber auch eine narzisstische und fetischistische Einstellung zu meinem Penis und meiner eigenen Sexualität. In einer gewissen Weise haben sich auch folgende Gefühle eine gewisse Rolle gespielt: Männlichkeitssymbol, Extravaganz, Selbstüberwindung, Stolz, Erotik, Selbstdarstellung, etc.
Zunächst habe ich mich bei verschiedenen Piercing – Studios erkundigt und festgestellt, dass diese Studios zwar das Piercing angeboten haben, aber aus den Gesprächen war zu entnehmen, dass hier wenig oder überhaupt keine Erfahrungen mit diesem Piercing vorhanden waren.
So habe ich mit verschiedenen Ärzten Kontakt aufgenommen, bis ein mir bekannter Urologe sich bereit erklärt hat mir das Prinz – Albert – Piercing, unter OP – Bedingungen, einzusetzen. Der besagte Urologe hat bereits mehrfach Piercings im Genitalbereich durchgeführt.
Im Vorfeld habe ich mir einen Titanring 2,4 mm / 19 mm ( Qualität: G 23 ) mit Klemmkugel bestellt, welchen der Arzt in seiner OP – Praxis ordnungsgemäß sterilisiert hat.
Heute am 27.12.2003 hatte ich mit dem Arzt, obwohl Samstag ist, einen Privattermin in seiner Praxis vereinbart.
Zunächst wurde die genaue Platzierung des Prinz – Albert – Piercing besprochen und festgelegt. Die Austrittstelle des Prinz – Albert – Ring sollte am Sulcus in der Mitte des Frenulum erfolgen.
In einer sehr angenehmen und entspannten Atmosphäre habe ich mich auf dem OP – Tisch gelegt, während der Arzt alle weiteren Vorbereitungen traf.
Über einen Venenzugang erhielt ich 7,5 mg Dormicum welches mich in einem angenehmen und distanzierten Zustand versetzte. Dann erhielt ich an der Peniswurzel und am Frenulum, nach der gründlichen Hautdesinfektion des Penis und der Schamgegend, eine Lokalanästhesie mit Xylocain. Bedingt durch die sedierende Wirkung des Dormicum nahm ich dies nur traumähnlich, aber ohne jeglichen Schmerz, war.
Der Arzt hat dann eine 2,6 mm starke Venenverweilkanüle in die Harnröhre eingeführt, welche er vorher mit etwas Gel gleitfähig gemacht hatte, wobei die eigentliche Kanüle aus dem Teflonschlauch zurückgezogen war, um ungewollte Verletzungen zu vermeiden.
Nach der dem eigentlichen Durchstich von der Harnröhre zum unteren Eichelrand setzte der Arzt den Titanring ein und verschloss ihn mit der Klemmkugel.
Der ganze Vorgang ist mir eigentlich nur dadurch bewusst und in Erinnerung, weil der Arzt mir alle Schritte erläutert hat, hätte er dies nicht getan, so hätte ich in meinem Dämmerzustand rein gar nichts wahrgenommen.
Alles hat ca. 10 Minuten gedauert. Danach legte ich mich auf eine fahrbare Liege und bin in einem Nebenzimmer noch ca. 15 Minuten gelegen, bis ich mein volles Bewusstsein wieder erlangt hatte.
Jetzt sind ca. acht Stunden vergangen. Ich habe keinerlei Schmerzen und fühle mich sehr entspannt und ausgeruht. Auch das Wasserlassen bereitet keinen Schmerz. Wobei ich jetzt im Sitzen uriniere, das der Urinstrahl sich teilt und am Ring herunterfließt. Bisher ist auch keine Blutung aufgetreten.
Ich versuche jede Stunde mind. einen halben Liter Wasser zu trinken, um regelmäßig Wasser lassen zu können.
Der Arzt hat mir noch ein Wunddesinfektionsmittel auf Jodbasis und ein urologisch wirksames Antibiotika zur Infektionsprophylaxe mitgegeben.
Das Wunddesinfektionsmittel wende ich ungefähr alle drei Stunden an, in dem ich es auf die Stelle des Ausstich auftrage.
Die Entscheidung einen Facharzt für das Einsetzen des Prinz – Albert – Piercing zu konsultieren, war mir hinsichtlich der urologischen Besonderheit dieses Piercing äußerst wichtig.
Die Kosten haben sich auf 60,-- EUR belaufen, hier in das ärztliche Honorar und die Verbrauchsmaterialien ( Medikamente, Sterilisationsmittel, Spritzen, Kanülen, sterile Handschuhe, steriles Abdeckmaterial, etc. ) komplett eingeschlossen.
Wenn man bedenkt, dass die von mir aufgesuchten Piercing – Studios für ein Prinz – Albert – Piercing zwischen 60,-- und 100,-- EUR verlangt hätten, so muss ich angesichts der Tatsache, dass ein Urologe der langjährige OP – Erfahrungen, insbesondere am männlichen Geschlechtsapparat hat, und dessen genaue Anatomie und dessen medizinische Besonderheiten in besonderer fachlicher Art und Weise beherrscht, feststellen hier keine bessere Wahl hätte treffen zu können.
Diese Aussage ist aber nicht generell zu werten, da es durchaus Piercing – Studios gibt, die Ärzten, welche sich nicht oder nur ungenügend mit der Materie des Piercens beschäftigt haben, überlegen sind.
Man sollte daher beide Möglichkeiten ins Auge fassen und sich durch persönliche Gespräche informieren und die Entscheidung ( Arzt oder Piercing – Studio ) nach möglichst sachlichen Kriterien entscheiden.