Mein selbstgestochener PA
At A Glance
Author Jan
Contact PA-trick@everymail.de
When Six months ago
Artist ich selbst
Studio zuhause
Location hier
Vorausschicken muß ich vielleicht, daß ich zuvor noch nie ein Piercing oder ähnliches hatte (nicht einmal einen Ohrstecker habe ich je getragen). Bis vor einiger Zeit hätte ich mir auch nie vorstellen können, daß mich so etwas reizen könnte.

Dann bin ich aber mehr oder weniger durch Zufall im Internet auf ein paar Bilder gestoßen, auf denen ein Typ ein Frenum-Piercing trug, das mich irgendwie neugierig machte. Ich habe dann gezielt weitergesucht und bin dann recht schnell auf Seiten gelandet, die die ganze Vielfalt der männlichen Genitalpiercings darboten. Dabei faszinierte mich dann ein Piercing ganz besonders: der PA! Nicht die ganz dicken Dinger von 1cm Materialstärke oder die ganz spillerigen dünnen, sondern eher die mittlere Größe von 2,4 - 5 mm. Immer und immer wieder ertappte ich mich, wie ich das Internet nach weiteren Informationen zu diesem Piercing durchstreifte, Erfahrungsberichte las, Materialempfehlungen ansah usw. Immer häufiger stellte ich mir vor, wie es wohl wäre, wenn ich auch so ein Piercing hätte... Ganz entschlossen war ich zu dieser Zeit allerdings noch nicht, denn der entscheidende Nachteil schien mir zu sein, daß ich dann wohl das Pinkeln im Stehen würde aufgeben müssen, zumindest aber i mmer ein Taschentuch o.ä. bräuchte, um das Piercing danach abzuputzen, bevor ich es wieder in der Hose verstaue.

Letztlich überwog aber doch die Neugier und die Erkenntnis, daß der PA sowohl von der Optik und (wenn man den Erfahrungsberichten Glauben schenken durfte) auch vom Tragekomfort das mit Abstand ansprechendste Piercing ist. Sicher war ich mir allerdings auch darüber, daß ich mich nicht trauen würde, in ein Piercing Studio zu gehen und jemand anderem mein bestes Stück anzuvertrauen. Es blieb also nur, selbst Hand anzulegen. Besonders große Sorgen bereitete mir das nicht, denn aus den Erfahrungsberichten wußte ich, daß der Schmerz nicht so stark sein würde, und bereits vor einigen Jahren hatte ich mir, bevor ich beschnitten wurde, schon selbst das Frenulum durchtrennt (für diejenigen die es noch haben: so schlimm ist es nicht - und es lohnt sich!), konnte mir also in etwa ausrechnen, was mich erwartete.

Ich fing also an, mir das Material zusammenzusuchen... Einwegkanüle aus der Apotheke ("brauch ich für Leim, daher möglichst dick...") *schäm* - ich wollte denen doch nicht sagen, wofür ich sie wirlich brauchte - Alkohol zum desinfizieren, einen Klemmkugelring usw. Da ich zu dieser Zeit noch nicht so richtig mit den Größen Bescheid wußte (und auch nicht auf Anhieb wußte wo außer im Versand ich einen größeren bekommen konnte), startete ich meinen ersten Versuch mit einem viel zu kleinen Ring. Er mag so etwa 1cm Durchmesser und max. 1,2mm Materialstärke gehabt haben (was ich allen Beteuerungen in den Erfahrungsberichten zum Trotz als geradezu riesig empfand).

Gut, nachdem ich alles so zusammenhatte, machte ich mich also an die Arbeit: Die Nadel (auch ca. 1,2mm Durchmesser), dicker hatte ich auch da nicht bekommen, war ja noch steril verpackt, den Ring legte ich für einige Minuten in Alkohol, wusch den Penis und rieb die betreffenden Stellen ebenfalls mit Alkohol ab. Ich hatte mich entschieden, von innen nach außen zu stechen, d.h. die Nadel in die Harnröhre einzuführen und sie dann an der von mir geplanten Stelle unterhalb der Eichel wieder austreten zu lassen. Auf diese Weise dachte ich, würde ich es am einfachsten haben, den Ring nachher einzuführen. Als Führungshilfe für die Nadel legte ich mir noch ein kurzes Stück Trinkhalm bereit, das ich zunächst in die Harnröhre einführen und damit meinen "Zielpunkt" suchen wollte. Natürlich desinfizierte ich es ebenfalls mit Alkohol und legte dann alle meine Utensilien auf einem sauberen Tuch bereit.

Dann ging es los: Natürlich war ich schrecklich nervös, aber der Gedanke daran, daß ich bald einen Ring durch die Eichel tragen würde, stachelte mich an. Ich führte also den Trinkhalm ein, suchte den Austrittspunkt auf der Unterseite der Eichel, ein paar mm unterhalb des Dreiecks, wo früher das Frenulum gewesen war, griff dann nach der Nadel, setzte sie an und stach dann langsam aber mit stetigem Druck zu - immer auf einsetzenden Schmerz gefaßt und bereit, sofort nachzulassen, wenn es zu schlimm werden sollte. Wurde es aber nicht! Im Gegenteil, ich verspürte fast gar keinen Schmerz und die scharfe Nadel glitt sanft durch das doch recht feste Gewebe und trat bald darauf an dem vordefinierten Punkt wieder aus. --- Super, das schwierigste war geschafft. (dachte ich jedenfalls)!

Nun war ja nur noch die Nadel gegen den Ring auszutauschen - eine Kleinigkeit, nahm ich an. Das stimmte aber nur begrenzt, denn der Ring war (wie gesagt) schon vom Durchmesser etwas klein (ich hatte schätzungsweise 15 - 18 mm unterhalb der Harnröhrenöffnung gestochen) und paßte zudem nicht ganz in die Öffnung meiner Nadel, so daß die Nadel immer aus dem Stichkanal herauszurutschen drohte, bevor der Ring ein Eingang in das Loch gefunden hatte. Sch...spiel! Ein paar (aber wirklich nur ein paar) Tropfen Blut, die aber mehr aussahen als sie tatsächlich waren, kamen dann auch. Mit klebrigen Fingern, dem kleinen Ring und der Nadel, die immer herauszurutschen drohte, war das folgende dann doch schon eine ziemliche Fummelei. Mit Hilfe eines Drahtes, den ich zuvor angespitzt hatte, so daß ich ihn beim Herausziehen der Nadel in den Stichkanal einführen konnte und daran im Anschluß auch den Ring endlich durchbrachte, hatte ich es dann doch geschafft. Ich hatte mich selbst gepierct!!!! Geil!!! Ich war echt stolz auf mich!

Mit dem was folgte, kann ich mich kurz fassen: Nach 1-2 Tropfen in der ersten Nacht kam so gut wie kein Blut mehr, auch das Wasserlassen tat bis auf ein ganz leichtes Brennen bei den ersten 1-2 Malen ebenfalls nicht weh... und ich hatte endlich einen Ring im Penis! Das ging so etwa 6-7 Tage, bei der ich guten Mutes war, daß die Sache heilen würde. Tat sie sicherlich auch. Allerdings wurde ich dann gewahr bzw. hatte ich dann den Eindruck, daß er zu kleine Ring (wie ich inzwischen gemerkt hatte) doch etwas einschneiden würde und das Loch anfinge zu wandern - das wollte ich auf keinen Fall. So nahm ich dann in einer schwachen Stunde den Ring wieder heraus und das Loch schloß sich in Sekundenschnelle. Selbst wenn ich einen anderen Ring greifbar gehabt hätte, hätte ich ihn wohl nicht mehr eingeführt bekommen. Tja, das war dann wohl der erste Versuch :-( Etwas traurig, aber andererseits auch erleichtert, daß sich das Loch so schnell geschlossen hatte legte ich das Kapitel PA dann erstmal zu den Akten.

Aber nur vorübergehend: Der Gedanke daran ließ mich doch nicht los. Einige Zeit später besorgte ich mir im Versandhandel einen neuen Ring und in der Apotheke eine neue Nadel (diesmal eine Venenverweilkanüle mit 2 mm Durchmesser, die zudem mit einem Kunststoffschlauch überzogen war - wenn ich jetzt stach, konnte ich die Nadel herausnehmen (der Schlauch blieb im Stichkanal) den Ring in dem Schlauch ansetzen und war so der Probleme ledig, die ich beim ersten Mal beim Einführen des Ringes gehabt hatte. Vom Prozedere machte ich es genau wie beim ersten Mal, deswegen erspare ich mir hier die erneute Schilderung. Diesmal klappte auch alles wunderbar und ruck-zuck war der Ring drinnen. A propos Ring: diesmal aus Titan, Größe 1,5 x 19 mm. Obwohl ich inzwischen gelesen hatte, daß von vielen für den Ersteinsatz min. 2 mm Materialstärke empfohlen werden (einen 2mm-Ring hatte ich mir für alle Fälle mitbestellt), konnte ich mich dazu nicht entschließen - das sah einfach zu gewaltig aus. --- Super, ich hatte endlich wieder ein Piercing!

Auch das Abheilen verlief eigentlich ohne Probleme, auch wenn ich natürlich ungeduldig war. Den Prozeß unterstützte ich durch regelmäßige Bäder mit Salzwasser, die glaube ich wirklich gut getan haben. Natürlich war das Piercing am Anfang schon etwas empfindlich (und man sollte sich in der ersten Zeit nachts nicht unbedingt darauf legen), aber schlimm war's eigentlich nie. Nach ca. 8-10 Tagen war der Stichkanal zwar noch nicht verheilt, aber der Ring saß dann doch schon recht locker. Ich konnte es dann nicht mehr erwarten und mußte ausprobieren ob vielleicht schon der 2mm Ring paßte - tat er! Sogar der erste Dehnschritt war geschafft! Und das völlig ohne Probleme, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, daß der größere Ring das Abheilen sogar noch beschleunigte!

Nach weiteren 2 Wochen folgte dann er Schritt auf 2,4 x 19 mm (Stahl), meinem vorläufigen Endziel. Ziel zunächst aus zwei Gründen: Zum einen war ich bei größeren Ringen ohnehin etwas skeptisch, ob mir das wohl stehen würde, außerdem hatte der 2,4er den Vorteil, daß ich sogar noch einigermaßen vernünftig pinkeln konnte, wenn ich den Ring rausnahm. Das Loch ist noch so klein, daß es sich soweit zusammenzog und eigentlich nichts daneben geht. Trotzdem: Ist der Stichkanal erst einmal verheilt, kann man das Piercing durchaus mal für ein paar Stunden herausnehmen, ohne hinterher beim Wiedereinsetzen Probleme zu kriegen. ---> M.E. also die ideale Größe für alle die, die erstmal testen wollen. (Die kleineren Größen sehen doch etwas spillerig aus und schneiden doch leicht ein, daher würde ich sie nicht empfehlen).

Vor zwei Monaten habe ich dann aber doch noch den Schritt auf 3x18mm (Stahl) gemacht. Eigentlich hatte ich den Ring nur aus Neugier besorgt, weil ich es mal mit einem etwas größeren und schwereren Ring probieren wollte, von dem man beim Tragen etwas mehr merkt. Auch hier war der Einsatz kein Problem, nach einiger Zeit sitzt der PA so locker, daß die nächste Ringgröße ohne größere Schwierigkeiten ebenfalls paßt. Ergebnis: 3x18 ist jetzt mein Dauereinsatz. Ich kann bestätigen, was alle Leute vor mir schrieben: Mit jeder Ringgröße steigt der Tragekomfort!! Ich möchte nicht mehr darauf verzichten!!!! Vielleicht probier ich es auch nochmal mit 4 mm...

Naja, weil's für mich bei meiner Entscheidungsfindung recht wichtig war: Pinkeln ist natürlich am besten im Sitzen, denn es läuft schon ein bißchen was am PA herab. Außerdem hat man dort Papier, mit dem man den Ring abputzen kann, bevor man IHN wieder verstaut - vollgekleckert find ich's einfach eklig. Im Stehen geht's auch, wenn man dicht genug an's Becken rangeht, so daß auch das aufgefangen wird, was direkt runtertropft. Die Frage ist ob man(n) das will - schließlich präsentiert man damit seinen PA damit ja auch den Nachbarn am Urinal (von denen es ja nicht unbedingt jeder mitbekommen soll). Wenn sich's nicht vermeiden läßt kann man den Ring natürlich auch rausnehmen. Das Loch schließt sich nicht sofort wieder, sondern hält schon ein paar Tage. Entsprechend tropft es vielleicht ein bißchen, hält sich aber auch bei dieser Größe noch in Grenzen - und mit dem Abschütteln klappts auch noch, sprich es geht auch noch ohne Klopapier.

Fazit: Auf meinen PA möchte ich nicht mehr verzichten.

Für die Unentschlossenen: Wagt es - so schlimm ist es nicht - und ihr werdet es nicht bereuen! Würde mich freuen, wenn ich im Schwimmbad oder der Sauna auch mal anderen PA-Trägern begegnen würde... Nur so, um zu wissen, daß man nicht allein ist....


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