Hallo! Dir geht es gerade wie mir. Auch ich habe mich auf den Seiten von BME über Piercing und Body Modification informiert. Da mir die Artikel und Bilder sehr weitergeholfen haben (hierbei Dank an die Leute von BME, die Autoren und allen, die die Seite unterstützen!), habe ich mich entschlossen, meine Erfahrungen ebenfalls für jeden zugänglich zu machen.
At A Glance Author Foxy When A month ago Artist ich selbst Studio zu Hause Location hier Ich habe schon vor Jahren angefangen, mich selbst zu piercen, jedoch habe ich bis jetzt keines der "hausgemachten" Piercings länger behalten. Es waren alles sogenannte "Play Piercings". Aber ich fand, dass es jetzt wieder (neben meinem Zungenpiercing) Zeit für etwas dauerhaftes war und zudem wollte ich etwas ausgefalleneres und extremeres.
Da ich viel über Penis-Piercing gehört habe und es sehr interessant fand, wollte ich mit der Zeit auch eines und habe mich in der BME darüber informiert.
Ich habe, wie schon erwähnt, bereits ein Zungenpiercing, das in einem Studio gestochen wurde, weshalb ich mich bereits mit den Gefahren von Piercings auskenne. Aber das piercen meines Penisses wollte ich selbst erledigen!
Nachdem ich soviele Artikel wie möglich gelesen, und mir alle Bilder angeschaut hatte, entschloss ich mich für ein Prince Albert, da mir dieser am unkompliziertesten erschien, da die Haut an der Stelle eines Prince Albert Piercings sehr dünn ist. Ausserdem versprach diese Platzierung laut der Erfahrungen auf den PA Seiten von BME den größten Erfolg.
Da ich auf keinen Fall eine Entzündung riskieren wollte, kaufte ich Sterilisationsalkohol und Handschuhe in der Apotheke und besorgte mir eine Hohlnadel. Das Schmuckstück, einen curved barbel, kaufte ich in einem Piercing-Laden, wobei ich darauf achtete, dass er aus Titan ist, um allergische Reaktionen zu vermeiden.
Zu Hause angekommen, reinigte ich den Schmuck und meine Wekzeuge mit dem Alkohol und einem Taschentuch. Dann legt ich alles auf einem sauberen Tuch auf dem Schreibtisch parat und reinigte die Stelle, die gepierct werden sollte zuerst mit Wasser, dann mit Alkohol.
Für den Fall, dass ich mit dem Piercing im sitzen urinieren müsste, dachte ich daran, es wieder raus zu nehmen.
Ich durchdachte nochmals alle Schritte und entschied, dass es nun soweit sein sollte. Ich war zwar aufgeregt, versuchte aber trotzdem, mich genau auf die bevorstehende Prozedur zu konzentrieren.
Ich führte die Nadel in meine Harnröhre ein und kippte sie unterhalb der Eichel, direkt neben dem Vorhautbändchen nach vorn. Dort spannte ich mit der anderen Hand die Haut und drückte dann fest auf die Nadel.
Das Durchstechen dauerte nichtmal eine Sekunde, tat nicht weh und Blut war auch keines zu sehen. Anschließend drückte ich den Stecker gegen die Nadel und zog diese langsam zurück. Es war nötig, mit dem Stecker etwas zu drücken, da er ein wenig größer ist, als die Nadel. Nachdem ich die Kugel aufgeschraubt hatte, besprühte ich mein "neues Loch" mit Wunddesinfektionsmittel und zog frische Unterwäsche an. Aus dem Piercing kamen dann noch einige Tropfen Blut, was sich aber schnell legte.
Eine größere Schwellung trat, zum Glück, nicht auf und nach circa einer Woche war die erste Heilungsphase abgeschlossen, das heißt das Piercing wurde unempfindlicher und es war möglich, den Stecker für einige Stunden heraus zu nehmen. Während dieser Zeit habe ich noch mehrmals täglich das Wunddesinfektionsmittel aufgesprüht, um Keime abzutöten.
Zudem habe ich erst drei Tage nach dem piercen wieder geduscht und war für drei Wochen nicht beim schwimmen.
Jetzt ist über ein Monat seit der Prozedur vergangen und es traten keine Beschwerden auf. Ich habe das Piercing immer noch, es ist inzwischen wohl (fast) ganz geheilt. Man kann es jetzt auch für länger rausnehmen ohne dass es gleich zuwächst und die Gefahr, dass Keime in den Körper eintreten ist jetzt auch verschwunden, da die Haut wieder voll aufgebaut ist.
Ich habe vor, in circa sechs Wochen mit dem Dehnen zu beginnen. Das werde ich, voraussichtlich mit einem Ring machen. Momentan ist der Stecker in 14 Gauge. Am Ende hätte ich das Piercing gerne in 2 oder 0 Gauge, um auch Flesh-Tunnels einsetzen zu können. Ausserdem finde ich, dass Prince Albert Piercings erst mit großem Schmuckstück gut aussehen.
Das Problem mit dem Gang zur Toilette?
Ich kann, glücklicherweise, noch immer "männlich" urinieren! Wenn man "vorne" zuhält, kommt der Strahl aus dem Piercingloch, sonst aber nicht. Die mögliche "Umleitung" lässt sich gut zur Reinigung des Loches nutzen, ausserdem sieht es witzig aus.
Übrigens: Das Piercing machst sich wirklich bemerkbar! (-;
Ich kann das Prince Albert Piercing jedem empfehlen, der einen Einstieg in Genital-Piercings sucht, da dieses Piercing schnell verheilt und problemlos zu reinigen ist. Ich bereue es zwar nicht, dass ich es zu Hause gestochen habe, wer sich aber dafür entscheidet, sein Piercing selbst zu machen, der sollte sicher gehen, dass er sich vorher gut über die Prozedur selbst, über die Gefahren, aber auch über die Wirkungen, die auf jeden Fall eintreten, informiert hat.
Ich hoffe, dieser Artikel hat Dir weitergeholfen und wünsche noch viel Spass beim piercen.