Vor ungefähr einer Woche kam mir die Idee, mir ein Frenum zu stechen. Hatte auch schon öfters gelesen, dass es kein allzugroßes Problem sei, dies selbst zu tun (schnelle Abheilzeit dank Schleimhäuten und Urin-Kontakt)..
At A Glance Author anonymous Contact anonymous@bme.anon When A week ago Artist myself Studio @home Location nrw germany Also ging ich noch am selben Tag in die Apotheke und besorgte mir eine Braunüle der Stärke 1,6 und ein 50ml Fläschchen Octenisept, sowie ungepuderte Latex-Handschuhe.
Als ich zu Hause ankam, packte ich die ganzuen Sachen auf meinen Tisch, desinfizierte alles ordentlich und und Durchleuchtete das Frenulum, welches ich mit meinen Fingern fixierte, um eine passende Einstichstelle zu finden und keine Gefäße zu verletzen. (dies stellte sich als äußerst nervig heraus, da dieser Körperteil im Allgemeinen sehr gut durchblutet ist, und man auch nicht zu wenig Haut erwischen sollte, um ein eventuelles Rauswachsen zu verhindern! Also suchte und suchte ich, bis ich die passende Stelle gefunden hatte und sie mit einem Skin-marker anzeichnete.
Anschließend packte ich die Braunüle aus und desinfizierte auch sie mit Octenisept.. Ich fixierte das Frenulum mit meiner linken Hand und durchstach es, nach einem tiefen Durchatmen, mit der rechten.. wonach ich schließlich die nadel aus der Kanüle entfernte, sodass nur der Schlauch in meinem besten stück verblieb ;) erstaunlicherweise tat es so gut wie garnicht weh!!
so nun nahm ich den circular barbell und fixierte das eine Ende im Teflonschlauch, welchen ich darauf mitsamt dem Schmuck durch das Frenulum zog.. Danach noch einmal Octenisept drauf und dann erstmal eine rauchen gegangen ;) man man man eine seeehr einschlägige Erfahrung die ich jedem nur empfehlen kann..
Es floss überhaupt kein Blut, jedoch tat ich am zweiten Tag etwas, was man besser nicht hätte tun sollen: ich hatte meine Hände nicht gewaschen und entschied mich, warum auch immer, zum ersten mal mein neues Piercing auf seine Funktionalität zu testen, bzw auszuprobieren ob mein bestes Stück noch immer so funktioniert wie es immer zu funktionieren verstand; kurz: ich dacht mir: jetzt wird mal ordentlich gewichst! nunja, leider musste ich feststellen, dass das, nach gerade mal 24 stunden leuichter gesagt als getan war. erstens tat es höllisch weh und zweitens fing es an leicht zu bluten! naja, ich konnte es jedoch nicht lassen und machte weiter bis zum schluss, was ich heute auch nicht bereue! direkt danach beschloss ich in die küche zu gehen und einen kamillentee zu kochen, in dem ich dann meinen kleinen Freund baden konnte, was zum einen seehr angenehm ist und zum anderen die Heilung ungemein beschleunigt.. es ist nur extrem wichtig das Piercing täglich zu reinigen und die sich bildenden krusten aus schleim und wundsekret zu entfernen, denn wenn sie in den Stichkanal gelangen ergibt das höllische Schmerzen ;) das Reinigen erledigte ich von nun an immer mit zwei Q-Tips, die ich mit Octenisept desinfiziert hatte. Dazu kommen etwa jeden Tag zwei Bäder, wahlweise in Kamillen- oder Salbeitee (zwei sehr heilungsfördernde Teesorten)
von tag zu tag ließ sich beobachten, dass immer weniger Kruste zu sehen war und die Heilung immer weiter fortschritt (nach weniger als einer Woche wohlgemerkt!).
Jedoch muss ich noch anmerken, dass ich nach 4 Tagen plötzlich morgens mit recht stechenden Schmerzen aufwachte. Sofort ging ich ins Bad um mir das ganze anzusehen. Es war jedoch harmloser als ich es mir ausgemalt habe: Etwas kruste hatte sich am barbell gebildet und wurde in den Stichkanal gezogen, was sich als sehr schmerzhaft herausstellte ;) leicht geschwollen waren nur die beiden Einstichlöcher, was mich wenigstens ein bisschen beruhigte.
Sofort griff ich wieder nach den Q-Tips und entfernte VORSICHTIG die Kruste vom Barbell, was meiner meinung nach ziemlich schwierig war.. Nachdem die kruste entfernt war und auch der stichkanal wieder gereinigt wurde, machte ich noch ca zehn minuten lang ein Kamille Bad und legte mich danach wieder ins Bett.. Als ich nach etwa drei Stunden wieder aufstand, war die Schwellung abgeklungen und mein Tag gerettet ( ich wollte nämlich zum Sport! )
Beim Sport verlief alles bestens und ich hatte überhaupt keine Probleme mit Schmerzen oder sonstwas! -> bekam sogar einen Ball unten rein, ist aber nix passiert!
eine woche später:
Alles verheilt sehr gut, reinige die wunde täglich mit Octenisept und konnte sogar nach 6 Tagen schon wieder Sex haben! (Natürlich nur mit Kondom, da die Infektionsgefahr in der ersten Zeit noch zu groß ist)
sogar meine Freundin spürt es und wir haben viel Spass damit. Es ziept zwar beim Sex noch leicht, aber ich denke das wird sich in ein paar tagen erledigt haben.
In den nächsten Tagen werde ich einen 8mm langen Barbell mit 5er Kugeln einsetzen, welcher dann sowohl optisch als auch funktionell den jetzigen schmuck übertreffen wird ;)
zum Dehnen:
Vorerst habe ich noch nicht vor mein Piercing zu dehnen, jedoch ist dies eine sehr interessante möglichkeit das ganze noch etwas aufzuzpeppen.. jedenfalls werde ich jetzt erstmal alles ganz in Ruhe abheilen lassen und dann mal weitersehen..
Alles in Allem ein seehr empfehlenswertes Piercing, vor allem wegen der sehr schnellen Abheilzeit und der damit verbundenen Abstinenz ;)
probierts aus! ;)
WICHTIG: ihr solltet jedoch tunlichst vermeiden, selbst eine Nadel in die Hand zu nehmen! geht lieber zu einem Piercer, der sein Handwerk versteht und euch von den Gefahren gefährlicher Infektionen bewahrt. Ich selbst habe es nur getan, da ich ausführliche Kenntnisse über Hygiene besitze (wegen meinem Beruf) und schon einmal zusehen durfte, wie ein solches Piercing gestochen wird!
Also investiert lieber ein paar Euro und geht zu nem Profi, denn so viel spart ihr beim selbstmachen auch nicht, wenn man die material und equipmentkosten berechnet :)
ich hoffe der Beitrag hat spass gemacht zu lesen und ermutigt viele leute zu diesem wunderbaren piercing!