Von der Unschuld zur gepiercten Schuld
At A Glance
Author kalli
Contact kalli@bme.anon
When Six months ago
Artist ???
Studio Tattoo- und Piercingstudio
Location Hannover
Ich bin 22 Jahre alt und war schon immer etwas aufgeschlossener und vielleicht auch ein wenig verrückter als die meisten Anderen. Dieser Umstand machte mein Leben auf dem Land nicht immer leichter. Aber irgendwie habe ich es geschafft mich als den lieben Nachbarsjungen zu verkaufen.

Als ich dann vor einem Jahr in die Stadt gezogen bin konnte ich dann endlich einen langjährigen Traum von mir erfüllen. Ein Frenum-Piercing! Ich hatte schon in meiner Teenagerzeit so etwas gesehen und fand es unheimlich sexy. Dabei war mir eigentlich egal, ob dieser Schmuck auch die Gefühle beim Sex verändert, es war führ mich eben nur abgefahrener Schmuck.

Naja zuerst habe ich mich ein wenig im Internet informiert und fand es immer geiler, aber irgendwie hatte ich doch ziemliche Angst vor der Ausführung dieses Traumes. Ich mein, man(n) lässt sich ja nicht alle Tage erstens irgendwelche Fremde in seinem Genitalbereich herumfummmeln und zweitens sticht man sich ebenfalls nicht täglich eine Nadel durch seinen besten Freund. (Ich zumindestens nicht!)

Ich bin dann fast zwei Wochen lang auf dem nach Hauseweg extra eher aus der Bahn gestiegen um am Piercingstudio halt zu machen. Aber dann hat mich wieder der Mut verlassen. Irgendwann hing auf einmal ein Angebotszettel an der Tür: Intimpiercin 30 €! Da habe ich mir dann endlich ein Herz gefasst und bin rein. Ich wurde sehr nett aufgenommen und mir wurde alles genau erklärt. Zu meiner Überraschung sagte die Inhaberin, dass wir sofort stechen könnten. Ja, gesagt, getan. Ich lag rücklings mit heruntergelassener Hose auf dem Behandlungstisch und die Inhaberin und ihr Mann bereiteten alles vor.

Ich sage jedem der mir nacheifern sollte: Diese Situation fast nackt auf dem Tisch zu liegen ist sehr seltsam, aber wer sich dort piercen lassen will, der ist auch in der Lage über so einer Situation zu stehen. Hinzu kommt ihr werdet euren besten Freund nie wieder so klein sehen wie in diesem Augenblick. Macht aber nix: Ist bei jedem so, hab ich mir sagen lassen.

Das Piercen selber ging ziemlich schnell. Die beiden Piercer gaben sich sehr viel Mühe mich abzulenken. Irgendwann sagte man mir: "Jetzt bitte tief einatmen und langsam ausatmen." Dann war der Stich auch schon vollzogen. Fazit: Der Einstich ist unangenehm, der Austritt ist der schmerzhafteste Augenblick meines bisherigen Lebens. Allerdings hält dieser Augenblich nur für ca. 5 Sekunden, danach ist alles wie früher. Nur das es geiler aussieht.

Die Heilung verief unproblematisch. Immer schön desenfizieren und sauber waschen und dann gibt es auch keine Entzündung.

Für die erste Woche ist der neue Schmuck ab und an unangenehm. Er zwickt mal ein bischen und ich empfehle in dieser Zeit weite Unterhosen. Das schlimmste in dieser Zeit war für mich aber: Keine Onanie! Ist anstrengend aber zu schaffen. Nach ca. 1 Woche fngt man mal an das Piercing etwas unvorsichtiger zu bewegen, stellt fest wie sich die Selbstbefriedigung anfühlt usw. Geschlechtsverkehr kann ich in dieser Zeit noch nicht empfehelen. Dies ist noch ziemlich unangenehm und sollte meiner Erfahrung nach noch 2 Wochen warten.

Wenn dann alles komplett abgeheilt ist kann man dann voll genießen. 1. Das Onanieren ist sehr viel anregender! 2. Frauen sind sehr empfindsam und es gibt welche, die die "Kälte" des Rings als unangenehm empfinden. 3. Wenn ihr dann es mal einer Frau von hinten besorgt wird diese vor Glück aus dem Häuschen sein. 4. der Oralverkehr erfordert etwas mehr Vorsicht, macht aber nicht wirklich Probleme.

Kommen wir dann wieder zur zwischenmenschliche Seite:

Die meisten Männer reagieren mit einem schmerzverzerrten Gesicht sind dann aber sehr interessiert. Frauen brechen meist in Gelächter aus, erzählen es dann ihrer besten Freundin, die es wieder weitererzählt und eines Tages kommen diese Damen dann im Rudel an und wollen dann in etwa das wissen, was ich hier so geschrieben habe. Wenn man so wie ich ursprünglich vom konserativen Land kommt, sollte man diesen neuen Umstand lieber für sich behalten, denn bei mir hat es ca. einen Tag gedauert bis der gesamte Ort informiert war und sich über mein Geschlechtsteil das Maul zerissen. Noch eine unangenehme Erfahrung war die Reaktion meiner Eltern. Meine Mutter war völlig verzweifelt und stellte ihre gesamte Erziehung in Frage, denn zu so etwas "Widerlichem" hätte sie mich nicht erzogen, wollte mich gar rausschmeißen. Mein Vater traut sich nicht weiter auf dieses Thema anzusprechen, ich weiß aber, dass er mich für homosexuell hält. Zum Glück haben sie sich mittlerweile beruhigt.

Im Großen und Ganzen habe ich meine Entscheidung noch nicht bereut, weil es einfach geil aussieht und beim Sex und richtigem Einsatz auch sehr wirkungsvoll ist. Außerdem macht es einem noch mehr Freude beim Sex auszuprobieren. Achso noch eines: Bis jetzt hat sich noch keine Frau beschwert und mir ist auch noch nicht vorgekommen, dass ein Kondom leichter reißt, obwohl an manchen Stellen empfohlen wird auf die dickwandigen für die Hinterlader zurückzugreifen.

MfG Kalli


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