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At A Glance Author anonymous When N/A Artist Thomas Studio Kais Tattoostudio Location Göttingen Vorab sei mal gesagt: Tattoos und Piercings finde ich schon ne ganze Weile ziemlich sexy, allerdings hatte ich nie den Mut, mir irgendwas stechen zu lassen. Ich habe nämlich dummerweise tierische Angst vor Nadeln.
Dann bin ich mit meiner Freundin zusammengekommen, die ein süßes kleines Tattoo auf der Schulter hat, das ich total schön finde.
Da fing ich dann an, doch über eigenen Körperschmuck nachzudenken. Irgendwie sollte es für den Anfang erstmal ein Piercing sein (zumahl ich absolut kein Geld für ein Tattoo hatte). Wohin das ganze? Im Gesicht will ich kein Piercing, und Brustwarzen und Bauchnabel finde ich bei Männern eher unästhetisch.
Blieb also der Intimbereich übrig. In die engere Auswahl fielen dann Hafada und Frenum. Jetzt musste ich nur noch meiner Freundin beibringen, dass ich ein Intimpiercing haben wollte. Immerhin kämen da ja ein paar sexfreie Wochen auf uns zu. Meine Freundin war erstmal auch ziemlich geplättet, als ich ihr von meinem Vorhaben berichtete. Wir haben zwar schon ein paar Mal vorher über Piercings gesprochen, aber es hat sie doch ziemlich überrascht, dass ausgerechnet ich eines wollte. Da sie aber sah, wie ernst mir die Sache war, und weil sie der Gedanke auch ein bisschen reizte, stimmte sie zu. Aber welches sollte es sein? Ich persönlich zog ja das Frenumpiercing vor, allerdings war meine Freundin eher skeptisch. Schließlich würde der Schmuck ja beim Sex in ihr sein. Der zu erwartende Lustgewinn durch dieses Piercing hat sie dann aber doch davon überzeugt.
Die Auswahl des Studios war nicht weiter schwer. Wir haben uns für Kais Tattoostudio entschieden, wo meine Freundin ihr Tattoo hat stechen lassen. Von ihr erfuhr ich von der professionellen Beratung und Arbeit in diesem Studio.
Bei unserem ersten Besuch dort wurde ich von Thomas, dem Piercer, richtig gut beraten. Er war auch sehr freundlich und das Studio war auch sehr einladend und sauber.
Wir haben dann einen Termin ausgemacht, bis zu dem ich mich in ungeduldiger Vorfreude üben musste. Am Abend vor dem Termin fragte mich meine Freundin ganz unerwartet, welche Piercings es so für die Frau gebe. Ich erzählte ihr von den verschieden Möglichkeiten im Intimbereich und an den Nippeln (schlau gemacht hab ich mich im Internet auch bei BME). Am nächsten Morgen, dem großen Tag, rief sie im Studio an. Nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid" wollte sie sich auch eines zulegen. Ein Nippelpiercing hatte sie schon immer gereizt, und das sollte es dann auch sein. Ich sollte ohnehin Thomas' letzter Kunde an diesem Tag sein, da konnte er meine Freundin problemlos dranhängen. Abends war dann endlich soweit. Wackelige Beine bekam ich zum Glück erst im Studio, und an einen Rückzug war sowieso nicht mehr zu denken. Ich war einfach viel zu scharf auf mein Piercing. Als erster war ich dran, danach sollte mein Frauchen an die Reihe kommen.
Ich bin dann mit Thomas ins Behandlungszimmer gegangen. Er hat sich Handschuhe angezogen und sich sogleich ans Werk gemacht. Er war total locker und hat mit geübten Händen gearbeitet, so dass ich zu keiner Zeit ein Problem damit hatte, einen Kerl an mein edelstes Teil zu lassen.
Als erstes hat er das Frenum desinfiziert und anschließend die Stelle markiert, an die der Ring dann kommen sollte. Es sollte ein Ring als Erstschmuck sein, da dieser sehr viel einfacher zu reinigen ist als ein Stab. Eine Betäubung gab er mir nicht, da die Gefahr zu groß war, das empfindliche Gewebe durch das Eisspray zu schädigen.
Dann kam der kritische Teil: Thomas setzte die (ziemlich kalte und natürlich sterilisierte) Zange an. Dann sollte ich tief einatmen und dann langsam ausatmen. Beim Ausatmen stieß er dann die Nadel durchs Frenum. Ein kurzer Schmerz, der nach ein bis zwei Sekunden nachließ, und das wars. Mit Routine setzte Thomas den Ring ein und das Werk war vollbracht! Ich konnte es auch gleich im Spiegel bewundern und was soll ich sagen?! Es sah geil aus!
Als nächstes war dann meine Freundin dran. Auch bei ihr ging Thomas routiniert vor, allerdings war ihr Piercing ungleich schmerzhafter als meines. Aber sie hat es ganz tapfer überstanden, und zum Trost habe ich ihr am selben Abend noch einen großen Topf mit Schokoeis gekauft.
Thomas gab uns noch die Pflegeanleitung und Octenisept mit. Damit sollten wir unsere Piercings zweimal am Tag reinigen. Wenn das Wundsekret dann weniger würde, sollten wir es nur noch einmal am Tag pflegen.
Nach dem Piercen zog das Piercing nur ein bis zwei Tage gelegentlich, ansonsten gab es Ruhe. Es floss auch nur ganz wenig Wundsekret. In der darauffolgenden Woche meldete sich das Piercing dann fast gar nicht mehr.
Das einzige, was schmerzte, war der vierwöchige Sexverzicht. Der war schon ziemlich hart. Aber wer schön sein will, muss ja bekanntlich leiden...
Inzwischen ist das Piercing super verheilt, und das vorübergehende Zölibat ist Gott sei Dank auch vorbei.
Meine Freundin ist absolut begeistert von dem Piercing und findet es seitdem noch schöner, mich in sich zu spüren.
Ich überlege auch, den Ring gegen einen Stab einzutauschen, mal schauen...
Auch das Piercing meiner Freundin ist inzwischen schon ziemlich gut verheilt und gefällt uns beiden sehr :-)
Ich kann ein Frenumpiercing nur empfehlen, ebenso Kais Tattoostudio in Göttingen!