Es hat damit angefangen das mein bester Freund sich wegen einer Vorhautverengung in Behandlung begeben musste. Mit 15 Jahren waren wir zu jener Zeit so gut wie nicht aufgeklärt und alles was sich unterhalb der Guertellinie befand war absolutes Tabu. Weder zu Hause noch in der Schule wurde über Sexualitaet gesprochen. Dieses Thema war aber für uns alle aeußerst interessant. So kam es wie gerufen dass mein Schulkamerad sich der Prozedur einer Beschneidung unterziehen musste. In der Freizeit und in den Pausen gab es wochenlang kein anderes Thema. Beim Brausen vor dem Schwimmunterricht war die Sensation dann perfekt als uns das neue Teil von meinem Freund vorgeführt wurde. Zum großen Teil hatte man ihm die Vorhaut entfernt und es sah im ersten Moment fremd und ein wenig nackt aus. Er erzaehlte von dem Eingriff und war selbst hellauf begeistert von seinem neuen Aussehen.
At A Glance Author anonymous Contact anonymous@bme.anon When Ten years ago or more Artist selbst Studio zu Hause Nach einiger Zeit hatte er den Mut sich in dem Rest seiner Vorhaut einen Ohrring seiner Freundin einzusetzen. Diesen Ohrring hatte er als Pfand von ihr bekommen und etwas zweckentfremdet in sein bestes Teil eingesetzt.
Die ganze Klasse fand ihn zum teil verrückt und auch wieder einsame Spitze. Da sichtbarer Schmuck für einen Jungen unmoeglich war gab es genuegend Nachahmer und bald ruehmten sich einige in der Klasse ebenfalls einen Ring an versteckter Stelle zu tragen.
Auch ich wurde von dieser Idee begeistert und bald kam der Wunsch nach einem intimen Schmuck. Zu dieser Zeit gab es keine Literatur oder Informationen über das Thema Piercing, nicht einmal der Begriff Piercing ( = pierse; durchbohren; durchdringen; eindringen; ) war im deutschen Sprachgebrauch geläufig, außer in Langenscheids Wörterbuch für englisch. Eine Zeit verging und mit 17 Jahren musste ich meinen Dienst beim Reicharbeitsdienst ableisten. Danach ging es gleich zur Wehrmacht und die neue Umgebung und der Drill ließen keine Zeit für private Gedanken und Hobbys. Im Mai 1945 war das schlimmste vorbei und man durfte wieder Mensch werden, und trotz der damaligen Misere kamen wieder die Gedanken an meinen Freund aus der Schulzeit und sein veredeltes Körperteil. Er war leider im Krieg gefallen und es gab weit und breit niemanden wo man sich haette austauschen können.
So kam was kommen musste. Eine gute Freundin hatte sich und ihrer Schwester Löcher in den Ohrlaeppchen gestochen um Ohrringe tragen zu können. Deren Erfahrung und ihr gutes Zureden war dann der Anlass für meinen ersten Selbstversuch.
Eine dicke Stopfnadel wurde über einer Kerze geglüht und als Stechwerkzeug gebraucht.
Als erstes Versuchsobjekt musste meine Vorhaut herhalten. Ich setzte mir einen Ohrschmuck an der Unterseite der Vorhaut ein was auf Anhieb mit Erfolg gekroent war. Nur, der Teufel steckt im Detail und der lange Stab mit der Verschlussklemme war keine gute Lösung. Er zwickte und stach bei jeder ungeschickten Bewegung, und meine Freundin war entsetzt als ich ihr damit zu Leibe ruecken wollte.
Also wurde der Ohrstecker vor jedem Besuch bei meiner Freundin entfernt und vor der Heimkehr wieder eingesetzt. Das war keine ideale Loesung und so wurde nach einer Alternative gesucht. Bei einem Schmuckhändler in der Stadt erkundigte ich mich nach einem brauchbaren Gegenstand in Gold der für diesen Zweck in Frage kam. Der alte Herr hat mich ungläubig angesehen aber doch eine passable Loesung gefunden. Da er auch Altgold und Silber aufkaufte hatte er einen großen Vorrat an alten Trauringen. Er meinte aus einem dieser alten Stuecke könnte ich einen brauchbaren Schmuck für meine Vorhaut herstellen. Den Ring habe ich dann mit einer Laubsaege aufgeschnitten, die Raender fein verputz, den Ring etwas aufgebogen und dann nach dem einsetzen wieder zusammen gedrueckt. Das war die perfekte Loesung. Von da an war ich ein guter Kunde in diesem Geschaeft.
Die Jahre vergingen und von Mal zu Mal ueberkam mich das Verlangen nach immer neuem Schmuck. Erst die Vorhaut rundum, dann das Frenum. Da das alles ohne Komplikationen verlaufen war traute ich mich an schwierigere Aktionen. Bei einem Urlaub in Dänemark hatte ich das erste Mal einen Prinz Albert gesehen. In einem Sexshop fand ich ein Magazin in dem einige IP abgebildet waren, unter Anderem auch einige Eichelpiercings. Das war der Anstoß für mein PA Piercing. So Trage ich nun schon fast 40 Jahre diesen Schmuck der mit der Zeit auf 10 m/m x 13 m/m gewachsen ist. Vom Penisansatz abwärts setzte ich mir einige Ringe ins Srcotum bis zum Damm. Danach habe ich vom Penisansatz aufwärts mehrere Ringe eingesetzt. Mit den Jahren wurden es 22 Stück, und dann kam die Zeit des Internets. Neben vielfachen Interessengebieten suchte ich natürlich auch nach Piercingseiten und wurde zu meiner Freude auch fündig. Besonders Informativ fand ich die Seiten von BME und wurde durch diese eingehenden Informationen erst recht suechtig. Mein Traum ist ein Ampallang oder Apadravya, aber den Mut dazu habe ich noch nicht aufgebracht. Kommt Zeit kommt Rat.
Zum Schluss:
Wie kommt nun ein halbwegs intelligenter Mensch mit einem seriösen Beruf, einer Familie mit Kindern und Enkeln und alles was dazu gehoert zu der Neigung seine Genitalien zu durchloechern ? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt und bin zu keiner Antwort gelangt.
Leider bin ich aus alters und gesellschaftlichen Gründen nicht in der Lage mich mit anderen gleich veranlagten Menschen aus zu tauschen. Von meinem versteckten Hobby weis nur meine Frau, mein Hund und vielleicht mein Arzt.
Manchmal am Stammtisch oder unter Freunden und Familie taucht bei mir die Frage auf was wohl die Reaktion waere, wenn ich mich zu meiner Leidenschaft bekennen würde. Zum Glüeck kann ich sagen, das ich nie das Bedürfnis gehabt habe mich mit meinem Iintimschmuck in der Öffentlichkeit zu zeigen oder mich einem Fremden an zu vertrauen. Aber vielleicht ist es gut so wie es ist, ich liebe alle meine kleinen Geheimnisse und moechte sie für nichts auf der Welt eintauschen.
Zum guten Ende moechte ich alle Leser dieses Berichtes bitten meine Handlungsweise nicht nach zu ahmen, es gibt heute jede Menge an versierten Leuten die in der Lage sind Koerperschmuck in professionellerweise anzubringen.
Sollte BME die Freundlichkeit besitzen und meinen Lebensbericht veröffentlichen würde ich mich über die Reaktion der Leser riesig freuen.
Gruß Franjo