Mein selbstgesochenes Apadravya
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Author anonymous
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When It just happened
Artist myself
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Schon als Kind fand ich Ohrringe und später, als Piercings modern wurden, auch diese wahnsinnig interessant. Und schon bald kam in mir das Bedürfnis, selbst Körperschmuck zu tragen. So stocherte ich lange Zeit mit Sicherheitsnadeln usw an mir selbst herum, bis ich mir mit kurz vor meinem 15 Geburtstag mein erstes Zungenpiercing stechen ließ. Dieses ist mittlerweile auf 4Ga gedehnt.

Hinzu kamen im Laufe der Zeit dann gedehnte Lobes (00 Ga), 2 Cheeks (8 Ga), 4 Labrets, 1 Medusa (8 Ga), Septum (2 Ga), 2 Nippel (0 Ga), 4 Navels, 1 PA (0 Ga) und 3 Dydoes. Da auch meine Freundin ein großer Mod-Fan ist (gekreuzte Nippels, 4 Navels, 6 gedehnte Labias und seit neuestem auch ein Klitoris-Piercing – aber dazu später mehr...), ist es zum Glück für mich auch kein Problem, meine Leidenschaft auszuleben.

Jetzt war es allerdings wieder an der Zeit und es sollte ein neues Piercing folgen. Ich suchte also auf den BME-Seiten, um mir Anregungen zu holen. Schließlich kam ich zu dem Schluss, in Zukunft Besitzer eines Apadravyas sein zu wollen. Obwohl ich eigentlich schon „Stammkunde" in meinem Piercingstudio bin, war es mir irgendwie peinlich, mit meinem Anliegen ins Studio zu gehen. Also stach ich mir das Piercing (wie auch schon den PA) eben selbst.

Zuerst besorgte ich mir einen PTFE-Stab. Dieser ist wirklich zu empfehlen, da sich an dem Kunststoff keine Krusten und so halten können. Zu Hause angekommen entfernte ich den Ring meines PA's und vermaß die Größe meiner Eichel im steifen Zustand. Ich kürzte den PTFE auf 4 cm, sodass die Kugeln bei einem Ständer noch etwas Luft hatten und nicht auf das Gewebe drückten.

Als nächstes holte ich mir ein Desinfektionsmittel, um den Stecker und die Kugeln steril zu bekommen. Ich setzte mich vorsichtshalber in die Badewanne, da ich nicht wusste, ob das ganze ne blutige Angelegenheit wird oder nicht. Die Eichel desinfizierte ich mit einem Wunddesinfektionsmittel. Ich zog mir sterile Gummihandschuhe an und packte die Nadel aus. Zuerst kamen mir doch bedenken, da die Braunüle sehr dick war (ca. 2mm). Das Adrenalin schoss schön langsam in meinen Körper, als ich daran dachte, mir eine Nadel mitten durch die Eichel zu stechen. Aber nun gab es kein zurück mehr. Ich führe die Braunüle von unten durch das PA-Loch in meine Eichel ein bis ich merkte, dass sie auf Widerstand stieß. Ich holte also noch mal tief Luft, schloss die Augen und schob sie dann - schön langsam, um den Schmerz auch genießen zu können - von unten nach oben durch das Gewebe. Das Gefühl ist eigentlich unbeschreiblich. Der Schmerz ist sehr intensiv und mit nichts zu vergleichen. Man braucht allerdings ziemlich Kraft, da das Gewebe doch sehr stabil und fest ist. Die Haut auf der Oberseite hob sich kurz an, gab aber schließlich nach und die Nadel kam mit einem leisen "blopp" zum Vorschein. Endlich - geschafft. Die Nadel war durch. Ich guckte von allen Seiten, ob ich auch wirklich nicht schief gestochen habe, aber es passte super.

Der Rest ist ja dann nichts mehr besonderes. Kanüle aus dem Plastikröhrchen ziehen, PTFE-Stab mit Kugel von oben her aufsetzten, das Platikröhrchen mit dem Schmuck nach unten herausziehen und die zweite Kugel unten festschrauben. An dieser Stelle trat aus dem Stichkanal etwas Blut aus, da sich mein Penis nach einsetzten des Schmucks sofort versteifte. Als die Erektion jedoch nachließ, stoppte auch die Blutung.

Mit etwas wackeligen Beinen verließ ich die Badewanne und sah mir mein Werk gleich im Spiegel an. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, sich durch die unbetäubte Eichel eine Nadel gestochen zu haben und dort jetzt Schmuck zu tragen. Es sieht sehr ästhetisch aus. Da ich beschnitten bin, kann man den Stecker am FKK-Strand z. B. auch sofort sehen.

Als meine Freundin mich abends besuchte und ich ihr meine neueste Errungenschaft zeigte, war sie fasziniert. Aber auch sie hatte eine Überraschung für mich: Sie hat sich – wie durch Gedankenübertragung – zur gleichen Zeit wie ich den Kitzler selbst gepierct. Wir konnten es anfangs zwar nicht fassen, aber somit hatte ich jetzt auch ein neues „Spielzeug". Und der pflichtgemäße Sex-Entzug während der Abheilphase fällt uns somit auch leichter ;-)

Seit dem ist jetzt knapp eine Woche vergangen. Ich spüle die Stelle jeden Tag mehrmals mit Salzwasserlösung aus der Apotheke und habe selbst bei Erektionen keine Schmerzen. Außer gleich nach dem Stechen hat es bis jetzt auch kaum geblutet und ich denke, mein Apadravya ist auf dem besten Wege der Heilung. Der Eigenurin tut natürlich sein übriges.

Als nächstes steht allerdings das Dehnen des Apadravyas auf dem Programm, da der Stecker nur 1,6mm dick ist.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich so ein Piercing stechen zu lassen. Es sieht sehr schön aus und ist ein echter Lustgewinn. Dies soll aber keine Anleitung sein, an sich selber rumzupiercen, sondern dies ist einzig und allein meine Erfahrung. Vielleicht hatte ich nur Glück, dass bei mir alles gut gegangen ist. Also: Wenn ihr so etwas vorhabt, begebt euch in professionelle Hände!!!!!

Ciaoi


Disclaimer: The experience above was submitted by a BME reader and has not
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