Ampallang: Endlich gestochen!!!
At A Glance
Author hypnotic-vision
When A week ago
Artist Andrea
Studio DeepMetal
Location Dortmund
Endlich Feierabend und das Wochenende steht bevor. Doch wie wird es werden? Schmerzhaft, blutig, oder wie immer?? Fragen über Fragen, die mir durch den Kopf schießen auf meiner Fahrt von Gelsenkirchen nach Dortmund. Nach meinem Agenturtermin habe ich mich auf den Weg zu Andrea in Ihr Studio DeepMetal gemacht, um ihn mir endlich stechen zu lassen, den Ampallang.

Heute Morgen hatte ich mich bereits telefonisch angekündigt und nach einem Termin gefragt: "Alles kein Problem, komm´ doch einfach vorbei!" war die Antwort. Gesagt, getan. Da bin ich nun unterwegs und mir schwirren immer noch diese Fragen durch die Birne, wie schmerzhaft wird das Ganze werden (das Stechen und das danach), viel Blut, wenig Blut, wie verhält sich der Stab mit meiner Vorhaut, wird er steh´n und wann ist er wieder Einsatz bereit???

So, jetzt nur noch einparken und da bin ich. Schön, das heute nur 39,6 C sind, da merkt wenigstens keiner, warum ich tatsächlich so "safte"...

Andrea begrüßt mich sehr freundlich und wir fangen direkt in lockerer Atmosphäre an, meine Ungereimtheiten zu beseitigen.

Ich hatte mich natürlich schon vorher eingehend über das Intimpiercing des Mannes überhaupt informiert, wozu gibt es das Internet denn auch. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob durch die Harnröhre oder nicht. Wir machen es "mitten durch", das heilt auch viel besser ab und pinkeln ist auch kein Problem, da tropf garantiert kaum was nach recht oder links raus, war die einhellige Antwort!

O.K. so soll´s sein! Da mein "Freund" auch sonst kein Problemfall darstellt, ging´s rasch an die Formalitäten. Ich hatte Bedenken wegen der Vorhaut, aber die weitet sich automatisch mit der Zeit, wenn der Stab drin ist!

Ach schrecklich, immer dieses Ausfüllen! Geht ja recht schnell, man hat ja so seine Erfahrung. Leider existiert nur noch einer meiner Nippelringe, da der linke raus gewachsen ist, der rechte komischerweise nicht! Schon unergründlich, der menschliche Körper, oder? Das mein Frenum nicht mehr da ist, ist aber ganz allein meine Schuld. Der eine Ring hat mir irgendwie nicht mehr gereicht und da das Dehnen kinderleicht funktioniert, war bald noch ein zweiter größerer mit im Loch. Meine Freundin war hin und weg, die beiden Ringe aber vor knapp einem halben Jahr auch: Abgerissen!!

Da der Ampallang weder abreißen (solange man keine Tonne dranhängt) noch herauswachsen kann, wird er mich und meine Freundin (!) hoffentlich noch sehr lange erfreuen.

So, fertig mit dem Ausfüllen! Ab ins Nebenzimmer.

Hose runter, die zweite natürlich auch und rauf auf die Liege. Jetzt wird erst einmal ordentlich sauber gemacht und desinfiziert. Alles völlig harmlos und schmerzfrei. Ach ja, die Schmerzen. "Da die Eichel ja betäubt wird, sollte das Stechen mit einem kleinen Pieks erledigt sein. Das Quetschen der Eichel mit der Zange ist aber unangenehm!", so die Aussage von Andrea. Ja ich bin ja mal gespannt.

Die Betäubung ist gleich soweit, so daß es ans Anpassen des Stabs ging. Wow, ganz schön groß das Teil!! Das Ertasten der Schwellkörper mittels eines kleinen Stabes sollte folgen. Mann, das ist aber unangenehm, dieses pieksen in der Harnröhre. Der Fall ist klar, die Position bestimmt. "Wann wird denn die Eichel geklemmt?" fragte ich. "Das ist schon der Fall" erwiderte Andrea! Ich hatte es gar nicht bemerkt, da ich ab der Schwellkörper-Erkundung nicht mehr hingeschaut hatte. War wohl nichts mit dem Zangenschmerz. Der Rest ist Routine und lange Erfahrung von Andrea im Stehen solcher heiklen Löcher. Kurzer Eintritt, kurzer Austritt und Einsetzen des Stabes, drin ist der Ampallang! Jetzt noch mal der Schwellkörpertest und fertig!

So, ich kann auch wieder hinsehen. Es sieht absolut geil aus und Blut ist überhaupt nicht vorhanden (wir mußten es schon suchen).

Von Schmerzen auch weit und breit keine Spur, das Ertasten der Schwellkörper ist meiner Meinung nach das Unangenehmste, aber das ist ja rein subjektiv! Damit nicht Nachblutungen in der Buchse landen, verwendet Andrea Pads, die eigentlich stillenden Müttern vorbehalten sind, die man(n) in die Unterhose packt. Naja, wenns denn hilft, egal. Also, den Lümmel in die Vorhaut gepackt, Pad in die Buchse, Hosen hoch und Freude pur. Und ganz neben bei bin ja auch noch vollkommen selbständig aufgestanden....

Wieder im Vorraum angekommen, geht´s an die Bezahlung (100,-€,vollkommen üblich) ,ein Pflegeset (Desinfektionsmittel, noch einige Pads und Kondome!!!) und Pflegeanleitung bekomme ich auch selbstverständlich ausgehändigt. Mit der Gewissheit, etwas besonderes mit mir `rumzutragen und mich jederzeit per Handy an Andrea wenden zu können, verlasse ich das Studio. Ab ins Auto und noch ca. 100 Kilometer bis nach Hause.

Das Ganze ist jetzt 9 Tage her. Die Schmerzen beim Stechen, vorher und direkt nachher waren gering bis harmlos. Jede Art von Zahnschmerzen sind unangenehmer. Und wer wie ich jemals eine Dränage aus seinem Körper gezogen bekommen hat (bei mir waren es insgesamt sieben), weis, was richtige Schmerzen sind!

Das Wochenende "danach" verlief relativ relaxt. Ca. 1 Stunde nach dem Stechen begann das übliche Ziehen, aber kaum der Rede wert. Auch die erste Nacht war ungefährlich mit nur einmal aufstehen und pinkeln. Am nächsten Morgen fand sich ein bischen Blut im Pad, wie auch in den zwei bis drei nächsten, aber nicht wirklich beängstigend. Alles in Allem vollkommen normal. Übermäßige Schmerzen beim Pinkeln habe ich nicht gehabt.

Meine Pflege betreibe ich übrigens mit Eigenurin dreimal täglich. Ist auch meiner Ansicht am einfachsten und unkompliziertesten, denn den ständigen Aufwand mit dem Meeressalz dreimal täglich finde ich einfach übertrieben. Das mache ich lieber so alle zwei Tage in Ruhe.

Nach dem Duschen desinfiziere ich den Stab samt Stickkanal relativ regelmäßig.

Beim Einpacken achte ich außerdem darauf, daß die Vorhaut immer im Wechsel über den Stab gezogen wird, also einmal erst rechts und dann wieder von links. Das sollte man machen, da der Stab anfangs zur Schieflage neigt, da sich die Vorhaut noch nicht entsprechend gedehnt hat. Ich bin kein Freund davon, die Vorhaut erst einmal komplett „zurückgezogen" zu lassen, da ich das als unangenehm empfunden habe und den Eindruck hatte, durch den erhöhten Druck auf den Stab stärker Blutungen erzeugt zu haben. Ich kann aber hier wiederum nur meine persönlichen subjektiven Eindrücke schildern.

Das Er immer noch hochkommt und auch steht, habe ich natürlich auch ausprobiert! Hat auch nicht sonderlich wehgetan. Bin mal gespannt, was passiert, wenn das erste mal abgespritzt (per Hand) wird, aber so weit bin ich noch nicht.

Bis dato bleibt festzustellen, das ich den Ampallang absolut weiterempfehlen kann. Die ganzen Fabeln, die sich so um dieses Piercing ranken, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Aber ich bin natürlich auch noch lange nicht an einer kompletten Abheilung angelangt.

Unumgänglich ist dabei auf jeden Fall, dass man sich einen überaus erfahrenen Piercer aussucht, da es sich ja nicht um eine alltägliche Stelle handelt!

Dabei noch mal vielen Dank an Andrea von DeepMetal! Es hat alles super geklappt und ich habe mich vor allem wohl gefühlt, was mir sehr wichtig war.

Leider habe ich mir den Ampallang viel zu spät stechen lassen.


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