Ampallang: Das Stechen und das Dehnen
At A Glance
Author Marc
Contact Marc@bme.anon
When A month ago
Artist Andrea
Studio DeepMetal
Location Dortmund
Ich hatte ja schon einen Prinz Albert gehabt und musste mich ja leider von ihm trennen. Ich kannte also das Gefühl des Pieksens im sehr sensiblen Bereich des Mannes schon.

Trotz allem, war das Gefühl der Angst da, als ich mich mit dem Ampallang näher befasste. Quer durch die Eichel, puhhh. Das ist schon heftig und die Angst davor groß. Kann ich dann je wieder ... Wie schmerzhaft ist das denn nun? und und und.

Solche Fragen schwirrten mir durch den Kopf.

Nun gibt es ja das wunderbare Internet, dass hervorragende Informationen liefern kann. So fand ich dann auch die Seite www.ampallang.de. Sehr gute Infos mit der dazugehörigen Portion Humor befreiten mich schon ein bisschen von den bestehenden Ängsten.

In einem anderen Forum hatte ich von einer guten Piercerin gehört (DeepMetal in Dortmund) und auch in Essen bei Wildcat.

Also machte ich mich auf zur InfoFahr. Der Piercer in Essen lehnte es ab mir einen Ampallang zu stechen, Gut dann eben nicht. Auf zum nächsten. In Dortmund bei Andrea angekommen fühlte ich mich sofort gut aufgehoben. Sie beschaute sich auch alles genau und so machten wir einen Termin klar.

Eine Woche später (Sa.) war es dann soweit. Eine gute Freundin und kam mit und nicht zu vergessen die Digicam. Es sollte ja schliesslich alles dokumentiert werden.

Bei ihr angekommen mussten wir einen AUgenblick warten indem ich dann das übliche ausfüllte.

Nun ging es in den PiercingRaum und es konnte losgehen. Hosen runter und ab auf die Liege. Erst wurde mein kleiner Freund schön desinfiziert und dann kam das Betäubungsspray. Nach ca 10-15min ging es dann los. Sie legte das Werkzeug bereit und mit einer Art WürstchenZange offiziell Foersterklemme genannt, hielt sie bzw, fixierte sie meinen kleinen Freund.

Dann habe ich nicht mehr hingeschaut ! ! !

Ich merkte irgendwann zwei kleine Piekser, dass war schon alles.

Als ich wieder hinsah, war der Stab schon drin. Zum Glück hatte diese Freundin alles wunderbar mit der Cam aufgenommen.

Jetzt war mir erstmal ein bisschen wackelig auf den Beinen. Das legte sich aber auch recht flott. Nach dem Bezahlen (100Euro) verliess ich wie John Wayne das Studio. Es blutete zunächst auch überhaupt nicht. Paar Tröpfchen waren das einzige was raus kam.

Mann fühlte ich mich männlich.

Noch war es schmerzfrei. Das sollte sich aber bald ändern. Nach ca einer Stunde setzte dann ein leichtes ziehen und ziepen ein. Das hat sich dann auch erstmal für ein-zwei Tage gehalten. Danach verschwand es auch völlig. Hin und wieder ziept es noch ein bisschen, was aber kaum der Rede wert ist. Immerhin ist erst eine Woche vorüber.

Was die Pflege anbetrifft geht es auch ganz locker. Ich mache es mit Eigenurin und muss sagen, dass es gut klappt. Wenn man die Abscheu erstmal überwunden hat, ist es wirklich easy.

Es war die Hölle, aber alles von Anfang an.

Das WE der Tattooconvention in Dortmund war ja dran. Ich wollte mir meinen Ampallang eh dehnen lassen, von 2,4mm auf 3,2mm.

So konnte ich doch beides wunderbar miteinander verbinden. Erst dehnen und dann auf der Con, gucken und quatschen.

Bei Andrea (Deepmetal)war es proppevoll. Die jungen Mädchen warteten auf ihre BNP´s (Nichts gegen BNP´s).

Eigentlich war ich dann dran aber sie zog dann doch noch ein Pärchen vor. Jetzt weiss ich auch warum.

Nachdem alle anderen Kunden bedient waren, wurde es spannend. Es ging in den Piercing-Raum. Ich ließ meine Hose runter und legte mich auf die Liege.

Die Kugel des vorhandenen Schmucks wurde gelöst, der Dehnungsstab wurde mit Gleitgel bestrichen und dann ging es los.

Erst war es unangenehm und ein leichter Schmerz. Es zog sich schon zusammen, war aber noch auszuhalten. Andrea schob nun immer ein Stück weiter den Stab, machte eine Pause und dann ging es weiter. Es wurde immer schlimmer und die Schmerzen immer heftiger. Das ging dann soweit, dass sich meine Hände in die Liege sich krallten und mein Körper zuckte und es in ein lautes Schreien von mir endetete. Der Stab musste durch und ich dachte nicht einen Augenblick daran, es vorzeitig zu beenden. Da musste ich durch.

Es tat schweineweh und so einen Schmerz habe ich noch nie erlebt. Bevor Andrea begann zu dehnen, fragte sich mich ob ich S oder M sei. Das beantwortete ich mit S woraufhin sie sagte: "Das sei aber schlecht"

Jetzt weiss ich auch warum es schlecht war.

Ich weiss nicht mehr wieviele Durchgänge es dauerte, es waren sicherlich 15 war es vorbei.

Ich sackte zusammen und war wirklich froh, dass es vorbei war. Als ich mir das Ergebnis ansah, konnte ich zufrieden sein.

Das Dehnen und das Piercing sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe und nicht miteinander zu vergleichen. Der Ampallang ist ja vom stechen her harmlos, dagegen ist das dehnen ne ganz andere Liga.

Nachdem ich mich nun ausgeruht hatte ging es ab zur Convention. Ich muss wohl wie John Wayne gelaufen sein, zumindest fühlte ich mich so.

Dort angekommen war es sehr nett und die Gespräche mit Sira und Toby sehr interessant und amüsant.

Den Ampallang kann ich wirklich empfehlen, jedoch das dehnen nur eingeschränkt ;-)))


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