Das schönste Geschenk!!!!!
At A Glance
Author katinka
Contact katinka@bme.anon
When Three months ago
Artist Sonja
Studio Bodystyle
Location Düren
Ich möchte hier meine Erfahrungen mit meinem Brustwarzenpiercing mit Euch teilen, weil ich hoffe, dass sich vielleicht der eine oder andere Unentschlossene ermutigt fühlt, es auch zu tun.

Angefangen hat alles mit Big Brother (ja, lacht ruhig). Dort habe ich das erste Mal ein Nipple-Piercing bei einer Frau gesehen und fand es sofort total schön. Diese Frau hat sich dann, während die Kameras dabei waren, ein zweites Stechen lassen. Das war der Moment, in dem ich beschlossen habe, es auch zu tun.

das Studio kannte ich schon vorher, weil mein damaliger Freund dort tätowiert worden ist. Ich habe mich damals schon sehr gut mit der Piercerin unterhalten und war sehr begeistert. Auch der Preis war sehr human, obwohl das niemals ein Auswahlkriterium sein sollte!!!! Allerdings sollte man großen Wert darauf legen, dass das Studio einen sauberen Eindruck macht, dass zum Beispiel nicht drinnen geraucht wird, dass das Besteck steril verpackt ist und das der Piercer, in diesem Fall die Piercerin, ein paar Referenzen vorweisen kann. Da das alles der Fall war, hatte ich, was das praktische anging, recht wenig bedenken....Aber das Stechen selber.....naja, war schon eine große Überwindung.

Am Tag vor meinem Geburtstag war es also so weit: Mein eigenes Geschenk an mich selbst war fällig.

Mit schlotternden Knien bin ich hin gefahren und habe erst einmal ein längeres Gespräch mit Sonja gehabt, in dem die letzten Fragen geklärt und die letzten Zweifel ausgeräumt wurden. Zum Beispiel wollte ich wissen, ob man danach noch stillen kann, oder ob die Gefahr besteht, dass man Nerven trifft. Sie erklärte mir alles sehr genau und nahm mir so die letzten Zweifel. Nachdem also alle Klarheiten beseitigt waren, wurde es ernst.

Sonja hatte schon alles vorbereitet: Das Besteck war sterilisiert, die Klemme lag ( noch eingeschweisst) bereit, der Schmuck war ausgesucht, auf der Liege lag ein neues Papier.... jetzt ging es ums Ganze.

Sonja sagte mir, ich solle mich frei machen und markierte die Stelle, an der das Piercing nachher sitzen sollte. Sie erklärte mir auch genau, warum es denn eben diese Stelle sein musste, da es von oben etwas schief aussieht. Aber ihr war wichtig, das es von vorne gerade wirkt, denn von oben kann ja nur ich es sehen.

Nachdem ich eine örtliche Betäubung bekommen hatte (ein Spray, das nur die Stelle selber leicht betäubt) musste ich mich hinlegen.
Sonja erklärte mir Schritt für Schritt den Ablauf. Sie setzte die Klemme an und fragte noch einmal, ob ich etwas spüren würde. Aber ausser einem leichten "ruckeln" war da nicht mehr viel. Dann setzte sie die Nadel an. Ich atmete tief ein, obwohl ich eigentlich versuchen sollte, ganz normal weiter zu atmen. Dann stieß sie die Nadel durch. Bis auf das unangenehme ziehen (sie musste viel Kraft aufwenden) habe ich aber nichts gespürt. Anschließend ließ sie mir etwa eine halbe Minute Zeit, um wieder gleichmäßig zu atmen. Dann steckte sie den Stecker hindurch, zog die Kanüle heraus und drehte die Kugeln fest. Das alles hat auch überhaupt nicht weh getan.
Zwar verabschiedete sich dann kurzzeitig mein Kreißlauf, aber nach etwas Traubenzucker und 5 Minuten Ruhe konnte ich ganz stolz meinen neuen Schmuck im Spiegel bewundern.

Anschließend gab es noch einen Kaffee, während ich die genaue Instruktion bekam wie ich das Piercing zu pflegen hätte.
Da ich mich genau an die Anweisungen, die ich zur Pflege bekommen habe, hielt, habe ich auch keine Probleme mit dem Piercing gehabt. Ich sollte die ersten 5 Tage morgens nach dem Duschen das Piercing mit Salzlösung reinigen und anschließend mit einer Salbe einschmieren. Abends sollte ich nur die Salbe erneuern. Dadurch hate ich gar keine Probleme. Einmal allerdings bin ich an einem Spitzen-BH hängen geblieben, aber das war ja schließlich meine Schuld. Ansonsten hat es etwa zwei Monate lang über Nacht immer ein bisschen genässt, so dass man morgens beim Duschen erst vorsichtig die Kruste lösen musste, bevor man es bewegt, aber auch das ist jetzt zur Seltenheit geworden. Ausserdem war ich vorher darüber aufgeklärt worden, dass das durchaus passieren kann und nicht weiter dramatisch ist.

Der Einzige Nachteil (oder Vorteil, wie man es nimmt) ist, dass die eine Seite jetzt so empfindlich geworden ist, dass sie bei Kälte oder bei der geringsten Berührung sofort da ist. Aber ich wüsste nicht, was daran so schlimm sein sollte....grins.

Da meine Erfahrungen so gut waren, ist mein nächstes Piercing auch schon in Planung: Ich bekomme einen Ring durch meine Klitoris und natürlich werde ich auch hier wieder darüber berichten.


Ich hoffe, dass mein Bericht Euch etwas bei der Entscheidung für ein Nipple-Piercing hilft. Also mein Fazit ist: im richtigen Studio gemacht und gut gepflegt ist es halb so schlimm wie man denkt und anschließend ist es eine echte Bereicherung. Und ich habe noch keinen Mann getroffen, der nicht positiv überrascht und begeistert war. Also Mädels: Traut Euch! Es lohnt sich!

Katrin




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