Nippel Piercing mit Xylocain
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Author Space777
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When N/A
Artist Tätowierer
Studio Needels and Pins
Location 65232 Taunusstein Germany
Hallo!

Nette Bilder dieser Seite und ein guter Anlass, sich über Betäubungsmittel auszulassen: natürlich selbst getestet.

Unbedingt wollte ich meine Brust gepierct haben, denn bei kleiner Oberweite macht sich ein Piercing besonders gut und selbstbewußt. Gesagt und los gings. Die Brust wurde mit einer Magill-Zange fixiert, mit Eisspray betäubt und mit einer Hohlnadel durchstochen. Das Schmuckeinsetzen war schon kritisch, weil er die gleiche Größe wie die Hohlnadel hatte. Auch blutete es sehr stark, so dass ich eine Stilleinlage in den BH legte. Die war schön glatt und angenehm zu tragen. Am Abend klebte ich für die Nacht ein hautfreundliches Pflaster drauf. Am nächsten Morgen war alles voller Blut und ich kam mir wie in einem Horrorfilm vor. Ich klebet es nach dem Duschen wieder ab. Nach zwei Tagen endlich hatte sich alles beruhigt und ich konnte das Pflaster weg lassen. Die Schmerzen waren immer noch da, wurden aber immer schwächer. Irgendwann bildete das Piercing auch endlich Sekret, was zu erwarten war. Da ich einen relativ großen Ring trug, um Druckschmerzen zu vermeiden, zog sich ab und zu beim Bewegen das Sekret in den Stichkanal und das war mega aua! Also wechselte ich den Ring zwei Nummern kleiner, was echt gut getan hat. Es war aber noch nicht ausreichend, immer wieder kamen Schmerzen. Zudem bleib ich dann noch zweimal beim Umziehen dran hängen, aber Fakieren ist nicht so mein Ding und nach vie Wochen gab ich entnervt auf, als die Schmerzen letzlich in meinen Arm hochzogen. Da machte ich mir ernsthaft Gedanken, ob ich reelle Chancen habe, einen Abheilprozess gut durchzustehen. Aber gott sei dank gab ich die Hoffnung nicht auf. Mutig beschloss ich, einen zweiten Versuch zu wagen und letzte Woche, nachdem mein letztes Surface-Piercing einigermaßen ruhig ist und gut ausschaut, war es dann soweit. Da ich im Studio die Piercerin bin und Selberpiercen nicht so mein Ding ist, musste der Tätowierer herhalten (wie für fast alle meine Selbstversuche). Der macht das gerne, zudem er auch noch mein Freund ist (...wohl eine nicht unübliche Studiokonstellation...), noch viel lieber. Also los gings. In meiner Weisheit betäubte ich diesmal °>ÃwŒë mit Xylocain und wartete 7 min. Danach sprühte ich es nochmal drauf und nach der Zigarette ging es dann los. Ich bin aufgeregt,immer, auch wenn es das 22. Piercing ist.... Mein Herz schlägt bis zum Hals und Adrenalin pulisert durch die Adern. Im Magen schleicht sich ein leichtes flaues Gefühl ein, verbunden mit der Vorfreude auf ein neues Lebensgefühl, wenn auch erst nach dem vollständigen Abheilen. Beim Stechen habe ich die Zange gespürt und Druck. Weiter nichts. Es blutete recht wenig und nach 4 Minuten hörte es ganz auf. Nach dem Piercen bleibe ich immer liegen, damit der sinkende Blutdruck mich nicht umschmeißt. Diesmal habe ich einen Barbell eingesetzt und nach dem Piercen kam sofort Ibutop drauf, die ist schmerzstillend und entzündungshemmend. Vor lauter Panik nahm ich noch ein Paracetamol. Aber: es tat nix mehr weh und in der Nacht blutete es nur leicht nach. Außerdem habe ich diesmal nur die Warze gepierct, nicht den Vorhof, so dass es diesmal nur 10mm statt 15mm sind, die abheilen müssen. Bis heute ist alles in Ornung, kein Ziehen, kein Schmerzen, Ich kann BH tragen und mich bewegen. Ich freue mich auf die Schmuckstücke, die ich mir damals gekauft hatte und bin gespannt, wieviel Gewebe die Warze zusätzlich bilden wird, denn bei kleiner Oberweite freut man sich drüber. Ich denke, dass die andere Seite schnellstmöglich hinterher muss, denn sonst schaut es vielleicht ein bisschen seltsam aus.

Fazit:Ich kann Xylocain jedem nur empfehlen, der keine Lust/Zeit usw. hat eine Stunde für EMLA auszuharren. Außerdem sollte man EMLA luftdicht abkleben, denn sonst wirkt es nicht richtig. Für größere Nippel als meine nehme ich lieber auch PTFE und schneide den dann nach einer Woche passend zu und nach dem kompletten Heilvorgang noch mal kürzer, so dass dann wirklich nur noch die Kugeln zu sehen sind. Für Schmuck gebe ich einen Ersatzstab mit, denn Brustschilder belasten unter Umständen das Piercing unnötig, so dass man sie nicht kontinuierlich tragen sollte. Zum Pflegen nehmen wir immer Octenisept und wenns irgen°>ÃwŒë Was ich unbedingt noch loswerden wollte: in vielen deutschen Piercingstudios wird mit Lokalanästhesie gearbeitet. Ich darf das nicht, denn ich bin kein Arzt und kein Heilpraktiker. Nicht, das ich das nicht könnte, nein, es ist vom Betäubungsmittelgesetz aus verboten, diese Sachen zu besitzen und in den Körper zu applizieren. Auch besteht die Gefahr einer allergischen Reaktion, die bei einem Einbringen in den Körper stärker ausfallen kann, als auf der Oberfläche. Und ich kenne keinen Piercer, der Antihistamin oder Cortison da hat, damit er drauf reagieren kann. Und nen Piks piksen??? Und ein bisschen Endophine sollte doch der Körper kriegen, sonst würde das ganze ja keinen Reiz mehr haben. Über Mails und Meinungen freue ich mich! Schreibt mir! Grüße Space


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