Ich habe meine Ohren vor einiger Zeit durchbohren lassen, aber schnell gemerkt, daß ich mir etwas anderes wünschte. Da mir mein Job kein Piercing am Gesicht gestattet, kam ein Piercing der Warzen in frage. Also habe ich schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt mir die Warzen durchstechen zu lassen, aber mich nicht so richtig überwunden. Nachdem ich eine Freundin gefunden hatte, die sich die Brustwarzen hat durchstechen lassen, habe ich immer mehr darüber nachgedacht und nach einem passenden Studio gesucht.
At A Glance Author anonymous Contact anonymous@bme.anon When Six months ago Artist Achim Studio House of Pain Location Hamburg Wie es halt so ist, ging die Beziehung in die Brüche. Ich habe aber den Gedanken eines Piecings nie loswerden können. Nachdem ich eine Freundin zu einem Piercing der Augenbraue begleitet habe, habe ich aber schon das entsprechende Studio im Auge gehabt, da dort wirklich sauber und proffesionell gearbeitet wurde.
Als ich dann mal 2 Wochen Urlaub hatte, sollte es am Anfang des Urlaubes passieren, damit ich genug Zeit für das erste verheilen hatte.
Ich habe also für einen Samstag den Termin bei einem Studio in Hamburg gemacht, welches mir einen guten Eindruck hinterließ, als ich dort einer Freundin bei einem Piercing der Augenbraue zur Seite stand.
Ich bin also dort mit etwas wackeligen Knien erschienen und eine freundliche Dame hat mich dort nett empfangen. Wir haben erst einmal einen Kaffee getrunken und über die Ringe diskutiert, die ich eingesetzt haben wollte. Dabei wurde ich von ihr wirklich richtig nett und gut beraten.
Als der Piercer für mich Zeit hatte gingen wir nach hinten ins Studio, welches sehr sauber und steril war. Die benötigten Geräte lagen schon auf einem kleinen Wagen bereit.
Nachdem er mir all die Dinge erklärt hat, die ich hier schon Tausend mal gelesen habe, habe ich mir das T-Shirt ausgezogen und er hat die Stellen markiert, wo gestochen werden sollte. Nachdem ich bestätigt habe, daß mir die Stelle genehm ist, kam der Ernste Teil. Nun kam mir schon ein wenig das flattern und ich schien wohl auch ein wenig blass geworden zu sein, denn der Piercer fragte mich, ob ich wirklich bereit sei. Nachdem ich mir ein Herz gefasst habe sagte ich, daß es los gehen könnte.
Ich habe mich dann auf die Liege gelegt und auf die Frage, auf welcher Seite wir anfangen sollten mich für die rechte entschieden, warum weiß ich jetzt auch nicht mehr, aber ich habe noch nie festgestellt, daß ich auf einer Seite weniger Schmerzempfindlich bin. Daher habe ich wahrscheinlich irgendeine Seite gewählt.
Er hat dann sorfältig mit einigen Anläufen die Klammer an der Brustwarze angebracht, was wohl nicht so einfach war, da diese nicht sehr groß ist. Das war schon ein wenig unangenehm, man konnte es aber aushalten und ich habe es locker aushalten können. Nachdem die Klammer dann richtig saß, hat er noch einmal die Handschuhe gewechselt und die Nadel aus seiner sterilen Verpackung geholt.
Nun ging mir schon ein wenig das Herz in die Hose und mein Puls nahm noch einen Schlag mehr zu, das Ding sah ja einfach riesig aus und das sollte da durchd ie Warze?
Ich habe mir aber nichts anmerken lassen. Er setzte die Nadel auf der einen Seite der Klammer und einen Korken auf der anderen Seite an . Nun sagte er, ich solle tief durchatmen und beim 3. Atemzug würde er stechen. Schlagartig stellte sich mir die Frage, wie lange man den Atem wohl anhalten könne, was mich innerlich zum lachen brachte und mich ein wenig auflockerte.
Nachdem ich 2 mal tief durchgeatmet habe hat er beim dritten Ausatmen die Nadel durchgestochen. Es tat schon ein wenig weh, wobei es am meisten beim Eintritt und Austritt zwickte. Ich habe wohl auch ein wenig geflucht, aber es war durchaus auszuhalten. Nachdem er mir ein paar Sekunden Zeit gelassen hat, hat er den Ring durch das Loch gezogen, als er die Nadel entfernt hat.
Wir haben dann 5 Minuten Puse gemacht und ein wenig geschnackt.
Danach die ganze Prozedur (mit eben solchen kurzen Schmerzen) auf der anderen Seite.
Nach 5 Minuten Erholung konnte ich auch schon wieder auf die Beine und nach Hause.
In der ersten Woche habe ich die Piercings regelmässig mit spezieller antibakterieller Seife mehrmals täglich gewaschen. Am Abend des Piercings hat die eine Seite noch etwas geblutet, danach bildete sich immer ein wenig schorf. Das ganze hat eigentlich nach dem Stechen nur weh getan, wenn ich irgendwie gegen das Piercing gekommen bin oder etwas im Bus jemand dagegen gestossen ist. Nach einigen Wochen habe ich das aber auch nicht mehr gespürt und das ganze ist eigentlich sehr schön verheit.
Da ich so kleine Brustwarzen habe, kann ich das ganze wohl nicht ohne Gefahr dehnen, daher lasse ich es wohl lieber. Ich denken nun über ein PA nach, wäre eigentlich auch eine coole Sache.
Mal sehen, vielleicht gehe ich das ganze ja im Winter an, wenn die Schwimmbad und Strandsaison vorüber ist.