Mein ersters Piercing, direkt die Brustwarze
At A Glance
Author madman
Contact madman@bme.anon
When Three months ago
Studio Hautnah
Location Wiehl
Der Wunsch zu einem Tattoo drängte mich schon länger, allerdings hätte meine Exfreundin nie mit einem Tattoo oder Piercing an mir leben können - und was man der Liebe wegen nicht alles tut. Aus meiner lieben Freundin wurde meine Ex und aus einem lieben Mädel namens Jeannine (oder einfacher Nine), an der ich mal vergebens herumgebaggert hatte, wurde meine allerbeste Freundin. Ich glaube Nine hatte mich vorher auch vor allem angemacht gerade, weil sie 2 Tattoos und 5 Piercings hatte und die bei ihr auch einfach nur unheimlich gut aussehen. Im Laufe der Zeit hab ich sie alle, auch an den intimeren Stellen, zu sehen bekommen und find jedes wunderschön, aber vor allem an den Brustwarzen find ich sie einfach nur genial.

Nun gut, da ich nun keinen Grund mehr hatte mich zurück zu halten grübelte ich viel über dem Motiv, dass ich mir stechen lassen wollte. Letztlich verschob ich das Vorhaben aber und wollte unbedingt erst mal ein Piercing, nicht zuletzt weil es auch um einiges günstiger kommt und sich besser eignet um dran rum zu spielen bzw. dran rumspielen zu lassen. Im Gesicht kann ich mir beruflich kein Piercing leisten, zu mindestens keins was man jederzeit sehen würde, und da es mir bei Nine und generell sehr gut gefällt, wollte ich eins durch die Brustwarze stechen lassen. Als ich dann nach der Kölner Tattoo-Convention, die Nine mit einem guten Freund besucht hatte, zu hören bekam, dass er sich eins durch die Brustwarze hatte stechen lassen, da war es endgültig zu vorbei mit meiner Geduld, da ich sowieso genau daran überlegt hatte. Ich rief im Studio an, fragte nach an welchen Tagen dort gepierct wird und wir fuhren am nächsten Donnerstag hin.

Irgendwie bammelte mir schon recht deutlich vor dem ganzen, auch wenn ich ehrlich gesagt bei Schmerzen nicht nur negativ empfinde und sich daher etwas Vorfreude dazu mischte.

Betäubung würde es keine geben, das war ersten Ehrensache und zum zweiten halte ich eh nix davon, mit einer Injektionsnadel zu stechen, oftmals auch noch mehrmals, um dann den Stich der Braunüle nicht zu merken, im Endeffekt eine Sache für den Kopf, wirklich weniger Schmerz wird's ja dadurch auch nicht. Im Studio angekommen musste die liebe Piercerin mich dann auch noch mal dran erinnern, dass die Brustwarze „schon etwas zwiebelt", was ich grade so halbwegs verdrängt hatte und Nine auch schon fast 6 Stunden nicht mehr erwähnt hatte. Aber nun gab es kein Zurück mehr. Eben unterschreiben und dann ab in den Nebenraum.

Die Piercerin schaute kurz was ich denn so für Brustwarzen habe, suchte den Stecker raus und dann lag ich flach. Kurz Eisspray (was aber nicht wirklich eine betäubende Wirkung hat) und dann Zange und Stich und direkt die Bemerkung hinterher, dass jetzt schon fast alles vorbei ist, genau in dem Moment an dem ich mich aufbäumen wollte um energisch Einspruch ein zu legen. Eh ich mich versah war der 1,2mm starke Stecker drin und ich fertig. Auf ein Pflaster verzichtete sie lieber auf Grund der Brusthaare. Wirklich bluten tat es auch nur neben dem Piercing, da ich Spezialist ja zucken musste und das in einem kleinen Piekser daneben endete. Der Stichkanal selber hat nie geblutet, auch später nicht. Dann bin ich direkt im gleichen Raum noch mal eben umgekippt und lag noch 2-3min länger auf der Liege und genoss ein Glas erfrischendes Kranberger, bis mein Kreislauf wieder halbwegs da war. Irgendwie peinlich, aber es war nur der Kreislauf, nicht die Angst, aber erzähl das später mal d einer besten Freundin, die dich damit noch Wochen aufzieht. Auf der Heimfahrt und zuhause dann schmerzte es noch ganz leicht und zog etwas, aber kaum der Rede wert, am nächsten Morgen war fast nichts mehr zu merken.

Pflegehinweise gab es noch im Hinausgehen, aber im Grunde hatte ich ja ohnehin meinen Sachverstand in der Hinsicht in Nines Person und hatte ohnehin schon 2 Tage vorher das halbe Web durchgesucht nach Pflegetipps. Nine erzählte was von Bepanthen-Salbe, andre von Wundlotion und am meisten war noch von Betaisodona zu lesen. Davon hatte Nine noch zu hause etwas vom ihrem letzten Piercing (seltsam, sagte sie nicht eben noch Bepanthen-Salbe wäre das einzig wahre?!?), was ich mir dann direkt einverleibte. Das einzige was wohl so ziemlich überall gleich zu lesen war, Brustwarzenpiercings sind endgültig nach ca. 6 Monaten verheilt, so dass man den Stecker wechseln kann. Ich hab mich dann entschlossen nicht wirklich 6 Wochen lang nicht zu baden und 6 mal am Tag nach dem Piercing zu sehen. Morgens und abends Betaisodona drauf und schauen, dass davon was in den Stichkanal gelangt, 2 Wochen nicht unbedingt in die pralle Sonne damit und nicht ins Schwimmbad und gut ist, gebadet hab ich n ach 3-4 Tagen schon wieder. Dazu muss ich aber auch sagen, dass es nie geblutet hat und so gut wie nie Ablagerungen zu sehen waren, also das ganze verdammt gut verheilt ist. Wer nicht unbedingt das Glück hat, dass Wunden bei ihm generell so gut abheilen sollte vielleicht etwas weniger lasch mit dem Thema Nachsorge umgehen.

Ich wunderte mich im Nachhinein etwas, warum ich so einen kleinen Stecker eingesetzt bekommen hatte, nur 1,2mm Durchmesser und auch nicht grade lang, hab da vorher gar nicht mit der Piercerin drüber gesprochen. Nine machte mir schon Angst was wäre, wenn er zu kurz ist und es Schwellungen gäbe. Aber zum Glück gab es ja gar keine Probleme. Ich denke trotzdem, dass ich die nächsten Sachen in Köln-Porz bei Nines Studio machen lasse, oder bei Stigmata Inc., wo ich das zweite Piercing (Bericht folgt) hab machen lassen. (Ja dann diesmal doch auch nicht in Porz, begründe ich dann im Bericht dazu), weil dort kam es mir professioneller vor.

Und abschließend, was man ja nicht vergessen sollte, so ein Piercing in der Brustwarze macht tierisch Fetz beim Liebesspiel, ist ja wohl auch schon bekannt das die dadurch empfindlicher werden und nachvollziehbar, dass man damit noch ein paar lustige Spielchen machen kann.


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