Cute guys need to have nipple piercings
| At A Glance |
| Author | anonymous |
| When | A year ago |
| Artist | wer tat die Prozedur |
| Studio | wo es wurde getan |
| Location | Düsseldorf |
Zuerst geht es mir, wie wohl allen auf dieser Page: Ich finde Piercings seeehr cool. Nur: Sichtbare Piercings zu haben, kam für mich nie in Frage. Immer gab es wichtige Gründe, weshalb ich mal da und mal dort besonders seriös wirken musste. Trotzdem werde ich mir demnächst ein Zungenpiercing genehmigen... das ist ja immerhin halb versteckt.
Jedenfalls entschied ich mich mit 18 für ein Brustpiercing. Ihr kennt das ja: Erst wird desinfiziert, dann kommt die Klemme, dann die Nadel – und dann tut's zuerst mal ganz gehörig weh. Ich hatte dann einen Ring links. Kleiner Tip an dieser Stelle: Lasst Euch vom Piercer die Wunde nicht mit einem Wattebausch plus Pflaster zukleben. Das ist ja gut gemeint, weil nichts scheuert, aber die Watte klebt dann an den paar Tropfen Blut, die noch aus der Wunde austreten, und ist davon nur schlecht wieder zu trennen...
Irgendwie kam ich damals aber nicht dazu, mich um die Wunde zu kümmern, weil ich verreist war, und so nahm ich das Piercing am zweiten Tag in einem Anfall von schlechtem Gewissen wieder raus. Bitte nicht nachfragen – rückblickend verstehe ich die Entscheidung auch nicht.
Deshalb ließ ich mich dann mit 22 auch ein zweites Mal piercen – dieses Mal auf beiden Seiten. Links hatte ich einen Ring drin, rechts ein Hufeisen. Es heilte auch alles ganz wunderbar. Aber es gab wieder ein Problem: Mein Piercer hatte mir empfohlen, Betaisodona-Salbe zu benutzen, um die Heilung zu unterstützen. Funktioniert auch, aber die Salbe ist iodhaltig und verschmiert alles, was ihr in den Weg kommt. Selbst wenn auf Pflaster drüber ist, geht etwas Salbe durch, die dann Flecken auf den Klamotten hinterlässt. Außerdem musste ja dann immer ein Pflaster drüber – nicht nur um die Wunde zu schonen, sondern schon allein, um die Salbe zu bändigen, und offensichtlich entwickelte ich eine Allergie gegen die Pflaster, so dass meine Haut immer gerötet war und an den Stellen juckte, an denen das Pflaster klebte. Nach einer Woche war schon alles gut verheilt, und nach anderthalb so gut, dass ich die Salbe absetzte. Tja, und dann dauerte es ein oder zwei Tage, und schon eiterte die Wunde – und tat auch wirklich weh. Also wieder Piercings raus.
Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Mit meinem damaligen Freund tat ich mich zusammen, und dann ging's wieder zum Piercen. Dieses Mal ging übrigens alles gut: Wir waren in Düsseldorf bei einem Studio, das Mitglied im Verein professioneller Piercer ist. Der Verein und die Studios, die Mitglied sind, sind auch im internet zu finden. Ich kann wirklich empfehlen, dort mal nachzuschauen. Professioneller kann man kaum piercen, als nach den Standards dieser Organisation. Ich hatte das auch Freunden empfohlen, die damit sehr zufrieden waren. Zuerst wird viel erklärt – und Rückfragen sind ausdrücklich gewünscht. Dann ist ein Formular auszufüllen, damit sich der Piercer ein Bild von eventuellen Risiken machen kann. Dann, nachdem die Piercing-Räume vorbereitet waren (wir hatten einen Termin vereinbart und mussten daher nicht warten) ging es also los: Zunächst wurde Desinfektionsspray auf die Brustwarzen gesprüht (ich ließ mir wieder beide Seiten piercen). Nach kurzer Einwirku ngszeit nochmal. Und dann noch die Wischdesinfektion: Desinfektionsspray auf eine Kompresse und damit die Brustwarzen abgerieben. Dann wurden die nötigen Utensilien bereitgelegt. Nach dem Anzeichnen wurde die Klemmzange aus ihrer sterilen Verpackung genommen und die Brust fixiert. Naja, und dann eben die Nadel (2 mm Durchmesser). Tut einen Moment lang wirklich weh. Ich kann auch jedem empfehlen, der sich überlegt, nur eine Seite piercen zu lassen und die zweite später nachzuholen, gleich beide Seiten machen zu lassen. Die Hemmschwelle ist sonst viel größer.
Zur Nachbehandlung verwendeten wir Octenisept, das uns auch samt Pflaster mitgegeben wurde. Funktionierte prima – das brennt nicht und ist farblos, so dass man auch ohne Pflaster auskommt, wenn man es verwendet. Die erste Woche verwendeten wir aber noch Pflaster, um die Wunde zu schonen. Leider wurde uns noch eine Zeit lang das Baden untersagt. Als es dann aber endlich soweit war, waren wir natürlich auf die Blicke im Schwimmbad gespannt. Manche Leute schauten schon genau hin, aber gesagt hat niemand was. Und es gab auch Fälle, wo die Piercings ganz deutlich Interesse weckten. Was ja absolut von Vorteil sein kann.
Ich überlege noch, das Piercing etwas zu dehnen, um außer dem Barbell zumindest links noch einen Ring tragen zu können, aber das ist nicht so dringend. Jetzt ist also erst mal die Zunge dran. Und eine Frenum Ladder wird bald auch noch kommen.
Mittlerweile trage ich die Piercings – Barbells auf beiden Seiten – seit rund einem Jahr ohne Probleme und freue mich jedesmal, wenn ich mich damit im Spiegel sehe. Jungs mit Piercing sehen doch gleich noch viel süßer aus. Und wer nicht weiß, wie es sich anfühlt, wenn jemand mit der Zunge am Brustpiercing rumspielt, dem sei gesagt: Ausprobieren! Es lohnt sich!
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