Das erste Piercing und dann gleich der Nippel...
At A Glance
Author Kerowyn
Contact Kerowyn@bme.anon
When Six months ago
Artist Verena/Tom
Studio Skinworks
Location Köln
Ich habe mein Leben lang unter sogenannten Schlupfwarzen gelitten, das heisst meine Brustwarzen stehen nicht schön hervor wir bei anderen sondern bilden eher einen farbigen Fleischpudding als denn Zierde meiner Brüste. Ich fand es schrecklich und wollte etwas unternehmen dagegen und als ich herausfand, dass ein Brustwarzenpiercing helfen soll war ich sofort Feuer und Flamme. Nicht zuletzt auch, weil dadurch die Empfindlichkeit der Nippel erhöht werden sollte. Und meine waren so unempfindlich, dass ich für jede Steigerung dankbar wäre.

Ich nahm mir vor zur Feier meines Vordiploms die erste Brustwarze piercen zu lassen und informierte mich im Freundeskreis wo sie hatten stechen lassen und wie es war. Allgemein ans Herz gelegt wurde mir Skinworks in Köln. Und so begab ich mich eines Tages hin um zu schauen was es kosten würde und einen Termin zu vereinbaren. Der Laden sah super aus, hygienisch rein und die Leute waren auch nett. Und als ich erklärte, dass ich eine Brustwarze piercen lassen wollte wurde mir gesagt, dass man noch Models suche, die sich zum Training für die Auszubildende zur Verfügung stellen wüden. Dafür sollte das Stechen und der Schmuck günstiger sein. Mir kam das nur recht und so machte ich einen Termin mit Verena aus.

Zum augemachten Termin erschien ich bei Skinworks und musste noch kurz warten, bis ich in die abgeteilte Kabine gehen durfte. Dort erklärte mir Verena erstmal alles ganz genau, bis Martina, die Ausbilderin, dazu kam. Dann wurde angezeichnet wo das Piercing später sitzen sollte und ich durfte mich hinlegen. Bei Skinworks wird mit Betäubung gepierct, was ich auch sehr sinnvoll finde. Die Spritze war das schlimmste an der Sache, aber als die Wirkung einsetzte war alles in Ordnung. Ich legte mich entspannt zurück, obwohl mein Herz bis zum Hals schlug und wartete darauf, dass Verena loslegte. Schliesslich stach sie die Braunüle ein und schob letztlich den Stab durch. Ich stand auf um im Spiegel zu sehen wie es wirkte ... und es sass deutlich schief. Martina schüttelte den Kopf und da ganze ging von vorne los. Also wieder zurücklegen, Stab raus. Zweiter Versuch.

Beim zweiten Mal ging es noch weniger gut, Verena kam mit der Braunüle einfach nicht durch das Gewebe durch und hatte offenbar Angst mir weh zu tun. Schliesslich griff Martina ein, schob die Braunüle mit energischem Ruck durch, setzte den 1 cm langen Stab ein und fertig war es. Wunderschön gerade und einfach toll anzusehen. Nach ausführlichen Erklärungen wie ich das Piercing zu pflegen hatte zog ich von dannen. Nach einer Woche kam ich zur Nachsorge herein. Mir gefiel das Piercing super, jedoch stellte sich heraus, dass der Stab den man eingesetzt hatte zu kurz war. Er schnitt ein und dadurch konnte der Stichkanal nicht richtig abheilen. Also musste der Stab getauscht werden.

Das war wirklich unangenehm, aber ich hielt durch. Ich wollte dieses Piercing schliesslich unbedingt. Der längere Stab (Jetzt waren es 1,4 cm, wenn ich recht entsinne.) sass besser und glücklich zog ich von dannen... bis zur nächsten Woche. Meine Brustwarze schwoll an bis die Kugeln fast vollständig im Fleisch verschwanden und ich wusste, dass ich eine schlimme Entzündung erwischt hatte. Also ging ich wieder zu Skinworks und Tom, der dort dauerhaft arbeitet, sah sich alles an und entschied, dass der Stab heraus müsste. Schweren Herzens stimmte ich zu und so wurde ich das gute Stück gleich wieder los.

Nach 4 Wochen war alles verheilt und schon stand ich zum Nachstechen bei Skinworks auf der Matte. Natürlich umsonst. Diesmal machte sich Tom an mir zu schaffen und als er die Betäubung setzte dachte ich ich würde gleich ohnmächtig von der Liege rutschen, so weh tat es. Doch nachdem das überstanden war wurde schnell gestochen, diesmal zur Sicherheit gleich ein 24 mm langer Stab. Und der sass perfekt.

Ich war dann noch mehrfach zur Nachsorge da, Tom wollte kein Risiko eingehen, doch es gab kein weiteres Problem. Das Piercing verheilt langsam, aber sicher, auch wenn es noch immer mal weh tut und nicht belastbar ist. Der Stab ist genau richtig und kein bisschen zu lang. Ich überlege manchmal sogar noch ob nicht doch ein längerer besser wäre. Aber es heilt auch so ganz gut. Ich hoffe, dass es bald ganz abgeheilt ist und dann werde ich mir die andere Brustwarze auch stechen lassen. Denn mein Nippel ist wirklich grösser geworden und auch empfindlicher.

Ich war mit Skinworks wirklich zufrieden, Verena hat ihren Job gut gemacht, auch wenn alles schief lief, aber das was in meinen Augen einfach Pech. Tom war freundlich und immer gut gelaunt und wir hatten super nette Gespräche. Ich werde mich dort wieder piercen lassen, auch wenn jetzt erstmal ein Tattoo dazu kommt. Natürlich auch bei Skinworks gemacht. In meinen Augen ist Skinworks, trotz etwas höherer Preise ein gutes Studio. Gerade die Tatsache, dass sie sich oft weigern gewisse Sachen zu stechen, wenn sie meinen, dass sie dabei Adern oder Nerven treffen könnten, gibt mir ein gutes Gefühl. Hier ist man nicht nur auf Geld aus, sondern die Sicherheit des Kunden geht vor.


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