Nipple-Scalpelling in Sevilla
At A Glance
Author Ray
Contact Ray@bme.anon
IAM Ray
Artist iam.bmezine.com/?Belen_Campos_C
Studio www.downtown-ny.com
Location Sevilla, Spain
Tja, wo beginnt man am besten einen Aufsatz darüber wie man sich den Nippel mit einem Skalpell aufschneiden liess?

Ich werde wohl ein bisschen ausholen müssen. Ich habe ursprünglich miene beiden Brustwarzen vor gut sechs Jahren im www.hellfire.ch piercen lassen. Obwohl diese Piercings diejenigen waren, die wohl am längsten zum Abheilen hatten und mich auch recht in meiner Bewegunsfreiheit an Konzerten einschränkten, gehörten Sie doch zu meinen Lieblingspiercings.

Nun, wie das Leben so spielt hatte ich leider mit beiden ziemlich Pech: Während ich den linken Stichkanal zu schnell auf 4mm ausweitete und damit einen "Blow-Out" provozierte, wurde mir mein linkes Brustpiercing an einem Konzert derart malträtiert, dass es beinahe ausriss und als Folge davon nie mehr richtig zu verheilen vermochte.

Ich wollte diese Piercings seit geraumer Zeit wieder nachstechen lassen, wurde aber durch die relativ groben Narben die sich anstelle der Stichkanäle gebildet hatten ziemlich entmutigt.

Wie dem auch sei, ich hätte mein Vorhaben wohl ad infinitum vor mich her geschoben, wenn ich im Sommer 2001 nicht die Familie meiner Freundin in Moraleja, Spanien besuchen gegangen wäre.

Moraleja ist ein paar tausend Seelen Dorf circa 250km nördlich von Sevilla und der einzige Grund dieses Dorf zu besuchen ist, wenn man Familie dort hat. Uns, also meiner Freundin und mir war es schon vorgänig klar, dass wir nicht die ganzen Ferien in diesem Dörfchen zubringen würden und so beschlossen wir, einen Ausflug nach Sevilla zumachen, wo wir uns ein bisschen Aufregung und Abwechslung erhofften.

Bevor wir von zuhause losfuhren, checkte ich auf iam.bmezine.com ob es in der Nähe von Sevilla auch Mitglieder dieser Gemeinde gäbe und siehe da, ich fand die Seite von Josh (iam.bmezine.com/?Shindo), welcher der Besitzer vom Downtown NY, einem ortsansässigen Tattoo- und Piercing-Studio ist. Ich kontaktierte Ihn und fragte Ihn ob er unter Umständen Lust hätte mit uns einen trinken zu gehen und ob er uns ein paar cool Touristenattraktionen empfehlen könne...

Seine Antwort übertraf wohl alles was ich je zu erhoffen gewagt hätte. Er lud uns ein bei Ihm zuhause zu wohnen solange wir in der Stadt seien und Ihn hemmungslos auszunützen. Wer mich kennt wird wissen das man mir das nicht zweimal zu sagen braucht.

Ein paar Tage später standen wir auch schon bei Ihm auf der Matte und quartierten uns sogleich bei Josh zuhause ein. Wie es so ist, wenn Fremde einander das erste mal begegnen, man redete über die Sachen die wir gemeinsam zu haben schienen, und da wir uns ja über BME kennengelernt haben, war das Thema natürlich gegeben.

Es ging nicht lange und er zeigte mir sein frisches Scalpelling. Da ich noch nie eines so live und aus der Nähe gesehen habe, war ich natürlich auf der Stelle fasziniert und stellte Ihm tausend Fragen. Diese Prozedur hat mich eigentlich schon länger interessiert, aber ich hatte nie die Gelegenheit jemanden so richtig auszuquetschen.

Nachdem er alle meine Fragen zu meiner Zufriedenheit beantwortet hatte, war mir klar, dass dies die Lösung meines Narbenproblems sein könnte. Wir machten uns auf den Weg zu seinem Shop, wo ich die Sache mit seiner Piercing weiter diskutierte. Sie war ebenfalls der Meinung, dass ein Schnitt mit dem Skalpell das Narbengewebe locker durchtrennen könne und wir problemlos einen 4mm Ring dort placieren könnten.

Ich war überredet. Sie bereitete die "werkzeuge" und die Umgebung vor und ich begann wie wild zuckerhaltige Getränke in mich hinein zu schütten, damit ich auch ja genügend Zucker zum verbrennen intus hatte.

Da ich schon diverse Piercings habe/hatte, brauchte sie mich nicht erst gross in die Abläufe einzuweihen und wir konnten gleich loslegen.

Als Erstes markierte sie die zu öffnende Stelle, was sich wegen meiner vernarbten Bruswarze als wohl anstrengendster Teil der Aktion herausstellte. Danach legte ich mich auf die "Pritsche" und harrte der Schmerzen die da kommen werden.

Sie klemmte mein Brustwarze mit der Zange fest, damit sie diese auch genügend fixieren kann um sauber und gerade zu schneiden - die stellte sich, wieder aufgrund der Narben, als recht mühsam heraus.

Danach stach sie mir das Skalpell durch den Nippel und schnitt mir ein 4mm breites Loch rein. Soweit so gut, dacht' ich mir, das ist ja noch auszuhalten. Danach schob sie einen 4mm Insertion Pin durch die frische Öffnung und glaubt mir, wenn ich euch sage dass dies wohl das schmerzhafteste Piercingerlebnis meines Lebens war...

Gottseidank war der Pin in sehr kurzer Zeit durch und der Schmuck plaziert. Was nun folgte war noch das Schliessen des Ringes sowie das Aufputzen des Blutes und voilà ich zähle wieder zu den Reihen der Brustwarzengepiercten...

Ein paar Minuten später wurde ich von einer ziemlichen Übelkeit erfasst und ich schwelgte am Rande einer Ohnmacht. Nach ein paar Runden Karrussel hat sich aber alles wieder beruhigt und ach weiteren fünf Minuten war ich auch schon wieder auf den Beinen.

Im Nachhinein habe ich erfahren das dies erst Belens zweites Scalpelling war und sie sich doch ein bisschen unsicher dabei fühlte, aber die Sache ist rund um gelungen und schön am abheilen.

Die Photos die wir während der Prozedur geknipst haben könnt Ihr auf BME betrachten. Viel Spass!


Disclaimer: The experience above was submitted by a BME reader and has not
been edited. We can not guarantee that the experience is accurate, truthful,
or contains valid or even safe advice. We strongly urge you to use BME and
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